Schwanger trotz PCOS & Hashimoto – Meine Geschichte – Geburtsbericht!

Hallo meine Lieben,

ich melde mich zurück von der Mamifront. 😉

Es war eine anstrengende Zeit seit des Kaiserschnitts wie Ihr mitbekommen habt und deshalb gab es letzte Woche auch keinen Artikel, außerdem genieße ich im Moment auch sehr die Zeit zu dritt.

Nun habe ich aber ein wenig Zeit gefunden um Euch von der Geburt per Kaiserschnitt zu berichten.

Es ist nun wirklich vieles nicht so gelaufen wie es sollte und eins kann ich mit Bestimmtheit sagen, ein Kaiserschnitt kommt für mich nicht mehr in Frage.


 

Wie Ihr schon verfolgen konntet, sollte aufgrund verschiedener Risiken, die Geburt bei mir eingeleitet werden. Über die misslungene undd ziemlich stressige Einleitung habe ich Euch im letzten Kapitel schon berichtet.

Ich kam völlig geburtsunreif in der Klinik an und dennoch wurde mit Cocktails und Kathether im Muttermund zwanghaft versucht, schmerzhafte aber nicht geburtsauslösende Wehen auszulösen, statt mit Tabletten oder Gel einzuleiten. Die Erklärung war immer, es sei schonender. Das ich dabei zwei Tage lang starke Schmerzen haben werde und extrem gestresst sein werde, wurde nicht berücksichtigt. Da ist das Wort „Schonung“ nun wirklich Auslegungssache.

Ich kam Mittwochs Morgens ins Krankenhaus. Dort wurde ich zunächst aufgenommen und untersucht. Wie das in Krankenhäusern so ist hat alles ein wenig gedauert. Zum Mittag hin habe ich dann den ersten Wehencocktail bekommen welcher sich nicht sonderlich bemerkbar machte, aber nach dem zweiten Cocktail begonnen dann schon die Wehen. Leider stellte sich heraus das die Wehen zwar schmerzhaft sind, da sie erzwungen sind, aber nichts am Muttermund bewirkt haben. Ich bekam also am nächsten Tag (Donnerstag) einen Kathether in den Muttermund gelegt, dies war eine verdammt schmerzhafte Angelegenheit, zumal die Ärztin den Kathether nicht gleich richtig setzte und wieder von vorne beginnen musste. Als der Kathether dann saß begannen auch schnell weitere und heftigere Wehen, ich lief den ganzen Tag im Zimmer auf und ab, liegen während der Wehen war unmöglich, die Schmerzen waren dann einfach zu groß. Irgendwann hielt ich die Schmerzen kaum aus weshalb ich im Kreißsaal nach einem Kaiserschnitt fragte, dort wurde ich ja wie Ihr im letzten Kapitel schon erfahren habt, erstmal mit Horrorgeschichten bombadiert. Danach war das Thema Kaiserschnitt für einen kurzen Augenblick erst mal abgeschrieben.

Am Abend allerdings stiegen die Herztöne unserer Prinzessin sehr an, der Stress ist nicht eifach so an ihr vorbei gegangen wie man sich vorstellen kann. Ihr könnt Euch nicht  vorstellen was das für ein Gefühl ist, man liegt nun da nach 10 Monaten in denen man immer wieder bangt das alles gut geht und plötzlich hat man diese Angst das auf den letzten Metern noch etwas passiert. Mich hat die Situation extrem unter Stress gesetzt.

Ich habe immer wieder daran festgehalten das am nächsten Tag (Freitag) mit Gel eingeleitet werden sollte und die kleine Maus das hoffentlich raus kommt.

Doch erstens kommt es anders…..

Am nächsten Morgen wurde mir zuerst einmal der Kathether aus dem Muttermund entfernt, nach einer Untersuchung stellte sich heraus das auch dieser außer Schmerzen und Stress, nichts bewirkt hat.

Wir wurden nochmal auf mein Zimmer geschickt wo wir auf die Oberärztin warten sollte die die weitere Einleitung nur noch absegnen muss. Aus einer halben Stunde wurden einige Stunden. Ich habe die Nacht und die Stunden genutzt um mir intensiv Gedanken über einen Kaiserschnitt zu machen, ich habe abgewägt und bin zu dem Entschluss gekommen das ich meine kleine einfach nicht weiter stressen möchte und ehrlich gesagt auch selbst körperlich und vorallem nervlich total am Ende war. Bisher ging ja nun niemand wirklich auf meinen Wunsch ein obwohl ich auch an diesem Morgen nochmals meinen Wunsch an die Ärztin äußerte, diese gab meinen Wunsch aber ein zweites Mal nicht an die Oberärztin weiter.

Mittags bekam ich dann Besuch von einer Schwester welche mir mitteilte, dass die Oberärztin keine Zeit hat und an diesem Wochenende auch keine weitere Einleitung wegen Überfüllung stattfinden würde, wir würden also Montags von vorn beginnen. Als ich das hörte war ich fertig, wozu die letzten zwei Tage in denen ich mich quälte und mein Baby stresste?! Die Angst wieder von vorne zu beginnen machte mich ebenfalls fertig. Ich teilte der Schwester nochmals meinen Wunsch nach einem Kaiserschnitt mit, diese versicherte mir mit der Oberärztin zu sprechen und nun kam auch endlich was ins laufen. Die Oberärztin nam sich am Nachmittag kurz Zeit für mich und schaute mit mir nach dem nächstmöglichen Termin. So stand dann der 10.08.2015 als geplanter Kaiserschnitt fest, da die Station schon ziemlich überfüllt war durfte ich dann auch Nachhause gehen.

Etwas erleichtert ging es dann nach 3 stressigen und schmerzhaften Tagen Nachhause.

Zuhause angekommen kamen dann auch schon die ersten Zweifel, natürlich sind die Horrorgeschichten der Hebamme nicht einfach an mir vorbei gezogen, ich machte mir Gedanken, fühlte mich schlecht und als Versagerin das ich „aufgebe“ und nicht normal gebäre. Ich kann es nicht genau beschreiben aber es war kein schönes Gefühl.

Am Abend löste sich dann mein Schleimpropf und ich hatte noch Hoffnung das meine Maus doch noch auf natürliche Weise kommt, doch dies tat sie leider nicht.

Am Sonntag Abend nahm ich dann eine der Tabletten die ich vom Krankenhaus bekam, diese sind dazu da die Magensäure zu reduzieren, ab Abend hieß es dann nüchtern bleiben und am Mitternacht kein Wasser mehr.

Am nächsten Morgen gab es dann lediglich 1 weitere Tablette mit einem Glas Wasser.

Ich sollte um 9 Uhr im Kreißsaal erscheinen und gegen 12Uhr sollte der Kaiserschnitt gemacht werden. Ich kam mit meiner Mama und meinem Freund also im Krankenhaus an, dort haben wir uns zuerst um ein Familienzimmer bemüht, diese sind im übrigen so unverschämt teuer hier, im Neubau kostet ein Zimmer pro Nacht 120€ und im Altbau (Ohne Klima und ohne Dusche im Bad) immernoch stolze 92€, aber meine Angst nach der OP mich nicht um die Prinzessin kümmern zu können und sie abgeben zu müssen war einfach zu groß und auch im Nachhinein kann ich sagen war es war die beste Entscheidung die wir getroffen haben.

Bei unserem Glück war natürlich kein Familienzimmer auf der Wochenbettstation mehr frei, allerdings war im Altbau auf der gynäkologischen Station noch eines frei welches wir dann auch nahmen.

Ich wurde dann nochmals untersucht und ein CTG wurde geschrieben, dann gab es noch die sexy Thrombosestrümpfe angezogen und wir durften im Zimmer warten. Gegen 12 Uhr wurden wir dann angerufen das wir in den Kreißsaal kommen dürfen und dort passierte dann schon die erste Situation die mich wieder stresste und nicht so sein sollte, eine Hebamme kam und schmiss meine Mutter aus dem Kreißsaal weil ja schließlich alles voll sei, der Partner würde reichen. Es ist ja nicht so das wir ohnehin alleine in einem Zimmer sind?! Ich war ziemlich wütend daraufhin und meine Mama natürlich sehr traurig, sie wollte mir zumindest bis zur OP beistehen. Im Kreißsaal wurden dann nochmal Untersuchungen und ein CTG gemacht, gegen 12:30Uhr kam dann der Anruf vom OP das wir kommen könnten, ich bekam dann noch ein Schnäppschen und es ging dann runter in den OP. Mein Freund war bis zum OP bei mir aber dann musste er ins Zimmer nebenan, im OP wurde ich dann erst einmal verlagert auf eine schmale Liege, dort setzte ich mich breitbeinig hin für die PDA.

Die Ärztin tastete erst einmal in Ruhe den Rücken ab, während ich ziemlich panisch dort saß und die vielen Menschen um mich herum beobachtete, ich fühlte mich wie ein kleines Kind das voller Angst ist und zu seiner Mutter möchte, in dem Fall war es mein Freund. Dann wurde mir der Rücken mehrmals mit Desinfektionsmittel abgewaschen und die PDA gesetzt, dies war ziemlich schmerzhaft und die Hebamme musste mir mehrmals helfen mich währenddessen zu entspannen statt zu verkrampfen. Als die PDA dann nach einer gefühlten Ewigkeit fertig gesetzt wurde, merkte ich auch schnell ein warmes Kribbeln in den Beinen und wie diese taub wurden. Meine Angst das die PDA nicht richtig wirkt und die Ärzte anfangen aufzuschneiden war so fürchterlich groß. Ich wurde dann hingelegt und ein steriler Vorhang wurde unterhalb meines Kopfes aufgehangen, die Ärzte peiksten dann wohl auch schon am Bauch rum und fragten ob ich etwas fühle, die Hebamme sagte dann: „die Ärzte haben schon begonnen, es ist alles taub“. In diesem Moment wurde dann auch mein Freund zu mir gelassen, mir fiel das atmen deutlich schwerer, ich merkte keinen Schmerz aber man merkt das permanente rütteln und ruckeln am auch man wird regelrecht durchgeschüttelt, die Sectio dauerte nur wenige Minuten kam mir aber vor wie eine Ewigkeit, mir wurde übel und mir gingen tausende Dinge durch den Kopf, vorallem aber hatte ich fürchterliche Angst das die Betäubung plötzlich aufhört. Bis dahin gab es dort unten im OP keine Freude mehr auf mein Kind oder große Gedanken daran, ich hatte einfach nur Angst und wollte das alles rum ist.

Die Ärzte sagten dann die kleine ist gleich da aber auch das löste gefühlsmäßig bei mir nichts aus.

Doch dann geschah das womit ich hätte niemals in meinem Lebe gerechnet!

Ich hörte Ihr schreien. Ich muss gestehen mir kommen bei der Erinnerung gerade die Tränen. Es ist nicht zu beschreiben, ich hörte ihr Schreien und es war als legte sich ein Schalter in blitzesschnelle um. Ich war ein anderer Mensch, genau in diesem Moment und genau das spürte ich. Es wurde etwas in mir ausgelöst das ich nicht in Worte fassen kann, als hätte man mir plötzlich eine Gabe gebeben die vorher nicht da war, die Gabe etwas zu empfinden von dem ich vorher nicht einmal ahnte das es das gibt.

Die Hebamme kam dann mit der Prinzessin zu mir, normalerweise ist es heute so das man das Baby bis zum Ende der Sectio auf der Brust haben darf, allerdings kam sie zu uns zeigte sie mir kurz und sagte mir, die kleine ist ganz blau und ihre Atmung sei nicht in Ordnung sie muss unmgehend auf die Babystation. Ich küsste meine Maus und fing fürchterlich an zu weinen, mein Freund ging natürlich mit ihr, das hatten wir vorher schon so besprochen. Ich lag also da unten, alleine, noch vollter Angst ob was bei der OP schief geht und die Angst was mit meiner Tochter ist. Das zusammen nähen hat gefühlt ewig gedauert. Als endlich alles vorbei war kam schon die Hebamme und teilte mir mit das mit meiner Maus alles ok sei, oben angekommen ging es ihr wohl wieder gut, ich hätte mir gewünscht wenn vielleicht während des zusammen nähens die Hebamme im OP angerufen hätte und mir dies jemand mitgeteilt hätte statt mich dort so unwissend und ängstlichh liegen zu lassen.

Oben angekommen sah ich meinen Freund mit der kleinen im Arm dort sitzen, er hatte dieses Strahlen in seinem Gesicht das ich noch nie an ihm gesehen habe. Mir kamen wieder die tränen, dann durfte ich das erste mal meine Tochter in meinem Arm halten.

Ganz ehrlich ich hatte mir fest vorgenommen in meinem Bericht so genau zu beschreiben was in einem vorgeht das es jeder verstehen wird, aber nun weis ich, es ist nicht möglich!

Es sind nicht nur viele Gefühle, nein, es sind Gefühle die man vorher gar nicht empfinden konnte, sie werden einem geschenkt. Man ist glücklich und ergriffen und plötzlich, ganz plötzlich, wird einem erst klar das man all die Jahre zuvor unvollständig war, erst jetzt wird einem klar das da was gefehlt hat.

Wir blieben eine Stunde im Kreißsaal, dort wurde gleich die U1 gemacht und wir hatten Zeit die kleine kennenzulernen. In meinem Zimmer warteten auch schon meine Mama und meine Schwester und ich war gespannt wie sie reagierten.

Gegen 16 Uhr durften wir dann aufs Zimmer, dort angekommen wurden mir mit einem schönen voller Luftballons gefüllten Zimmer begrüßt. Danach muss ich sagen habe ich so im Nachhinein einige Gedächtnislücken, das Zeitgefühl war weg und ich erinnere mich nicht mehr an genaue Abläufe von diesem Tag.

Am nächsten Tag bemerkte ich das erstmalig richtig die Schmerzen. Ich bekam zwar am Abend noch Schmerzmittel aber die halfen nicht 100%. Wirklich erholsam muss ich sagen, war der Krankenhausaufenthalt nicht. Es war um ehrlich zu sein sogar sehr stressig.

Um 6 Uhr kam die Nachtschwester mit Schmerzmitteln, um 7 Uhr kamen 2 Schwestern die mich dann unten rum mit Kamille abspülten und mich daraufhin auch gleich zwangen aufzustehen damit sie die Bettunterlage frisch machen können. Ich habe noch nie in meinem Leben solch starken Schmerzen gehabt. Die Schwestern hielten mich fest und zogen mich hoch, wirklich geduldig waren sie nicht was das ganze noch schmerzhafter machte, ich ging zum Waschbecken und putze mir die Zähne und wusch mir das Gesicht. Dann war es aber auch schon fast zu viel und ich ging zurück ins Bett, das schlimmste war dann aber, die Beine ins Bett zu bekommen dies war fürchterlich schmerzhaft und ich brauchte jemanden der sie mir sekundenschnell hochhebte.

Um 07:30 – 08:00 Uhr kam das Frühstück, eine viertel Stunde danach standen sie schon wieder zum abholen des Frühstücks bereit, das man auch noch ein Kind zu versorgen hat bedachte hier wohl niemand, also blieb unser Essen eigentlich zu jeder Tageszeit noch stehen bis zum nächsten Essen.

Bis 9 Uhr musste mein Freund dann mit der Kleinen rüber zur Kinderstation (Wir hatten ja kein Zimmer mehr auf der Wochenbettstation bekommen daher gab es viel Rennerei und je nach Anliegen musste ich jemand anderen anrufen von einer anderen Station da die Schwestern auf meiner Station nur für mich und nicht die Kleine zuständig waren). Zwischenzeitlich kam dann eine Assistenzärztin zum Blut abnehmen, eine Ärztin oder ein Arzt kam um sich die Wunde anzusehen und den Bauch abzutasten, wieder eine Schwester kam zum fieber und Blutdruck messen, zwischendrin kam eine Diabethologin die mir auf die nerven ging das ich trotz Schmerzen etc. ans Blutzuckermessen denken soll (Obwohl meine Werte IMMER in Ordnung waren), eine weitere Frau kam um uns eine Zeitung zu bringen und Obst aufzuquatschen, die Putzfrauen kamen und immer wieder mal eine Schwester. Und das alles bis Mittags, die Kleine möchte natürlich auch versorgt werden. Es war so verdammt stressig und sich Mittags mal aufs Ohr hauen war undenkbar da Allzeit einer im Zimmer stand. Am 3. Tag ohne Stuhlgang bekommt man dann auch noch Abführmittel. Davor hatte es mir am meisten gegraut, zurecht. Ich meine man kann ohnehin kaum laufen und hat Schmerzen und muss dann die halbe Zeit auf die Toilette rennen und hat auch noch Krämpfe wenn man das Glück wie ich hat. Wenn dann gerade auch noch Besuch da ist, fühlt man sich besonders wohl.

Zudem hatte ich Probleme mit dem Stillen, ich habe einen kleinen Piranha und habe mir das einfacher vorgestellt, ich frage nicht ob mir das jemand ganz genau zeigen kann, bis am 2-3 Tag meine Brustwarzen dann blutig waren.

Die Kleine trank auch nicht genug weshalb wir am 3. Tag dann zufüttern mussten da sie zu viel an Gewicht verlor. Das stresste mich natürlich auch wieder, ich hatte angst das ich sie mit der Flasche weiter füttern muss obwohl ich gerne Stillen wollte, die Kleine wurde immer müder aufgrund der geringen Milchaufnahme sodass wir trotz Hilfe der Schwestern, die kleine über eine Nacht und einen Tag nicht zum Stillen wach bekamen und nur die Flasche blieb, zumindest konnte ich abpumpen und musste ihr keine Pulvermilch geben.

Ich hatte unglaubliche Schmerzen beim Stillen da meine Brustwarzen schon löchrig gebissen wurde und eingerissen sind, ich habe Lansinoh (Wollfett) und Multi-Mam Kompressen benutzt, beides hilft gut, die Kompressen brachten aber mehr Linderung als die Salbe. Ich muss ehrlich gestehen ich hatte darüber nachgedacht aufgrund der Schmerzen nicht weiter zu Stillen, aber ich wollte mich doch dadurch kämpfen.

Aber auf das Thema Stillen und wie es mir da ergangen ist, gehen wir nochmal in einem separaten Beitrag ein.

Jedenfalls habe ich dann Donnerstags gesagt bekommen, dass wir, wenn die Kleine am nächsten Tag noch die Toleranzgrenze von restlichen 10g verliert, nicht Nachhause dürfen, also hat sich die Nachtschwester die Mühe gemacht mit mir abzupumpen und die Kleine über Nacht damit gut zu versorgen, am nächsten Morgen haben die Schwestern mir dann auch noch mal mit dem Anlegen geholfen damit ich Zuhause zurecht komme.

Es gab sehr liebe Schwestern dort die sich wirklich Zeit nahmen aber auch total unfreundliche Schwestern die nur meinten „Sie müssen das alleine lernen“.

Letztendlich habe ich mit einer guten Stillposition die mir dort gezeigt wurde dann Zuhause noch rumprobiert und kann sagen es ist besser und wir kriegen das gut hin.

Die Prinzessin hatte am nächsten Tag gut zugelegt sodass wir auch Nachhause durften. Ich kann Euch jedenfalls sagen, dieses Krankenhaus werde ich nicht mehr betreten! Dazu ist einfach viel zu viel vorgefallen was das Personal betrifft.

Von Erholung war hier wirklich keine Spur, Stress wo man hin sieht. Ohne meinen Freund hätte ich das wirklich nicht geschafft, er gab mir so viel Kraft und hat mich tatkräftig unterstützt, was er auch jetzt noch tut, er hat sich Allzeit um die Prinzessin gekümmert, ob Tag oder Nacht und sich nebenbei noch um mich gekümmert, hat mich gewaschen, mich geduscht, half mir beim anziehen und laufen etc. Zuhause angekommen macht er eigentlich den ganzen Haushalt und hat sich die ersten Tage fast alleine um die Kleine gekümmert. Ich habe wirklich unglaubliches Glück mit diesem Mann, mit welcher Selbstverständlichkeit er bis über seine Grenzen geht ist einfach der Wahnsinn. Mittlerweile wickel ich die Kleine die meiste Zeit, aber nicht weil er es nicht würde sondern weil ich es einfach möchte, nun kann ich endlich und möchte natürlich alles nachholen, natürlich habe ich noch Schmerzen und einige Bewegungen kann ich noch nicht machen bei denen ich Hilfe brauche, genauso muss ich langsam machen aber das was ich kann, möchte ich auch tun.

Die ersten Tage haben wir uns oft mit der Kleinen zusammen hingelegt, mittlerweile merke ich wie ich das immer weniger brauche und mein Körper und seine Ansprüche sich ändern. Lediglich mit dem essen habe ich noch ein wenig Probleme. Ich kann nicht mehr so viel essen wie vorher, wo ich doch eigentlich sogar einen mehrbedarf durchs Stillen habe, aber ich zwinge mich dazu, damit die Milchproduktion auch weiterhin funktioniert.

Beim Wasserlassen habe ich auch Schmerzen, nicht in der Harnröhre sondern vom Unterleib her, meine Hebamme sagte es könnte die Blase verletzt worden sein durch den Kathether, ob es das nun ist weis ich nicht. Ich merke auf jedenfall das die Muskelatur nachlässt, ob in den Armen, Beinen, Blase, die Tage im Bett hinterlassen ihre Spuren. Ich freue mich am meisten auf den Tag an dem ich wie selbstverständlich die Prinzessin auf dem Arm halten kann während ich mit ihr in der Küche stehe und backe, aber das wird wohl noch ein wenig dauern, bis dahin lege ich sie weiterhin auf mich auf der Couch und beobachte sie, so wie ich es schon die ganze Zeit mache, ich hätte nie gedacht das man den ganzen Tag damit verbringen könnte ein schlafendes Baby zu beobachten ohne sich zu langweilen.

Im Nachhinein muss ich sagen ist ein Kaiserschnitt wirklich die schlechteste Variante, zumindest für mich war es so, die Hilfe die man danach benötigt, die heftigen Schmerzen, die Risiken und vor allem die Tatsache sich selbst nicht oder nur im eingeschränkten Rahmen, kümmern zu können. Ich würde freiwillig keine Sectio mehr machen lassen genauso hat sich meine Meinung über Einleitung gefestigt, wenn es nicht wirklich mein Kind gefährdet, kommt für mich keine mehr in Frage.

 

Alles in allem waren es einige sehr stressige und schmerzhafte Tage, aber nun wo ich meinen Sonnenschein, der gleichzeitig mein bestes Schmerzmittel ist, habe, macht sie alles wett.

So und nun muss ich auch schnell wieder weiter kuscheln sonst bekomme ich noch Entzugserscheinungen 😉

 

Und natürlich gibts für Euch auch nochmal ein kleines Foto.

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Außerdem freue ich mich natürlich über Eure Erfahrungen, hinterlasst mir dazu gerne ein Kommentar oder schreibt mir eine Email.

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Oh mein Gott was für eine süße Maus! Ich gratuliere euch ganz herzlich
    Es tut mir echt leid was da alles schief gelaufen ist, da musste ich sofort an einen schlechten Horrorfilm denken. Das man das heutzutage noch immer hören muss und man als werdende Mutter allgemein schon Angst hat und die diese noch schüren finde ich unmöglich. Gut das ihr nun zuhause seid und entspannen könnt. Ich hoffe es geht dir bald wieder besser und du bist schmerzfrei. Genieße die Zeit und gib deiner Prinzessin einen Schmatz von mir. Ach ja, und dein Freund – Respekt! Wirklich sehr schön das es solche Männer auch noch gibt und er dir so viel hilft.
    lg Tanja

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  2. mein liebe, ich gratuliere euch zur kleinen prinzessin. es ist schade, dass du so viele unschöne dinge erleben musstest.
    geniesst jetzt die zeit mit der kleinen und erholt euch gut.
    liebste grüße!

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