Schwanger trotz PCOS & Hashimoto – Meine Geschichte / Kapitel 4. – Test positiv! Wir sind schwanger!

Hallo Ihr Lieben,

heute könnt Ihr in Kapitel 4 meiner Geschichte lesen wie wir von der Schwangerschaft erfahren haben.

Wie ich in Kapitel 1 bereits bekannt gab, möchte ich gerne Betroffenen oder Angehörigen von Betroffenen, die durch die Diagnose PCOS oder Hashimoto einen unerfüllten Kinderwunsch haben, Mut machen und Ihnen zur Seite stehen. Mit den Diagnosen gehen außerdem einige Fragen einher die ich versuche weites gehend in meine Geschichte mit einzubinden.

Vom Anfang meines Kinderwunsches, über die Diagnosen PCOS & Hashimoto bis hin zu meiner derzeitigen Schwangerschaft und darüber hinaus, könnt Ihr nun meinen Weg begleiten.

Meine Geschichte erscheint in mehreren Kapiteln die regelmäßig jeden Sonntag auf meinem Blog erscheinen!

 


 

Nachdem ich im Oktober mit der L-Thyroxin Therapie aufgrund meiner Schilddrüsenunterfunktion in Verbindung mit Hashimoto begonnen habe, ging es mir wie im letzten Kapitel beschrieben, schon um einiges besser.

Ich merkte auch die Leistungssteigerung und hatte entschlossen noch einmal eine Ausbildung zu machen. Da unser Kinderwunsch wohl noch eine Weile unerfüllt bleiben würde, wäre das für mich die ideale Ablenkung. Also holte ich mir erst einmal einige Informationen ein.

Doch am 15.Dezember. 2014 hat sich meine Zukunftsplanung dann doch wieder schlagartig verändert.

Ich weis noch genau das ich in der Woche zuvor starke Unterleibkrämpfe hatte, ich habe mir nichts dabei gedacht, denn es ist die Zeit für meine fällige Periode gewesen bzw. war ich schon etwas überfällig und ich habe immer sehr starke Menstruationsbeschwerden. Ich rechnete also mit dem eintreten meiner Periode, aber als die Krämpfe schon eine ganze Woche anhielten ohne eintreten der Periode kam mir das ganze doch schon etwas merkwürdig vor. Ich hatte schon Angst vor einer eventuellen Zyste oder ähnlichem, an eine Schwangerschaft hatte ich schon lange nicht mehr geglaubt um mir keine falschen Hoffnungen mehr machen zu müssen, daher kam mir dieser Gedanke auch erst überhaupt nicht.

Als ich allerdings in dieser Woche plötzlich extrem schmerzhafte und empfindliche Brüste bekam, war da dieses Gefühl. Die Hoffnung, so wie sie immer da war, aber man denkt sich ja auch eigentlich nicht mehr viel dabei weil man es ja nun schon etliche Male durch hat, die Symptome passen – man macht sich Hoffnung- und der Test ist negativ. Das ist immer so niederschmetternd, man denkt zwar schon der Test ist eh wieder negativ, aber trotzdem ist man immer wieder aufs neue so dermaßen traurig und enttäuscht. Genau davon ging ich auch aus. Sicherheitshalber wollte ich aber lieber doch einen Test machen und da ich einige Zuhause hatte dachte ich mir am Abend an dem die Brustschmerzen eintraten, dass ich am nächsten Morgen mal einen Test mache, einfach um den Gedanken los zu werden.

Ich ging also wie viele Male nach dem aufwachen ins Bad und machte den Test. Mein Freund lag nebenan im Schlafzimmer noch im Bett da er Urlaub in dieser Woche hatte. Ich hatte ihm von dem Test garnichts gesagt weil er vermutlich nur gedacht hätte ich spinne wie so oft wieder rum.

Ich tauchte also das Stäbchen in den Becher und legte es für die Wartezeit ab, in der Zwischenzeit putzte ich mir die Zähne und machte mich frisch aber als ich den Test nehmen wollte um ihn wie es ja jedes Mal notwendig war, schon routinemäßig in den Müll zu werfen, bekam ich einen Schlag in die Magengrube verpasst und fürchterliche Gänsehaut!

Da war doch tatsächlich diese zweite Linie aufgetaucht!

Sie war nur ganz leicht aber sie war da! Ich ging also wortlos ins Zimmer und nahm mir noch weitere Tests mit ins Badezimmer, ich hatte den Urinbecher zum Glück noch nicht entleert. Ich konnte nicht glauben was ich sah und wollte auf Nummer sicher gehen.

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Als die Striche deutlicher wurden und mir nun jeder Test bewiesen hat das es ein positives Ergebnis ist, musste ich mich für einen Moment erst setzen.

Ich verstand garnicht was los war, ich hatte mir doch die letzten Jahre nichts sehnlicher gewünscht und plötzlich fing ich wie wild an zu zittern und zu weinen und war völlig durch den Wind.

Ich ging zu meinem Freund ins Zimmer, so doll am zittern das meine Hände richtig zuckten und er fragte was los ist und ich sagte ihm total panisch „Ich bin schwanger“, immer wieder wiederholte ich diesen Satz. Mir wurde plötzlich so schlecht vor Aufregung und mein Freund merkte das es kein Scherz war.

Als ich mich beruhigt hatte wusste ich nicht ob ich weiter weinen oder mich freuen sollte, die Angst davor das die Tests nicht stimmen war zu groß. Ich hatte Angst mich zu freuen, was wenn ich doch noch enttäuscht werde weil die Tests falsch sind?!

Ich rief also gleich bei meinem Gynäkologen an und durfte auch sofort zur Blutabnahme kommen.

Die nächsten 24 Stunden waren wirklich die längsten meines Lebens, denn erst am nächsten Nachmittag sollten die Ergebnisse eintreffen.

Am nächsten Tag rief ich in der Praxis an und bekam nochmals bestätigt das ich schwanger bin. Ca. in der 5. Woche hieß es. Ich machte gleich einen Termin aus und teilte es meinem Freund mit.

Das erste mal, seit ich ihm von den positiven Tests erzählt habe, sah ich ihn etwas lächeln, aber auch besorgt. Natürlich hatte er Angst vor der großen Veränderung, wer hat das nicht, aber er hat sich auch gefreut.

Ich kann Euch garnicht genau beschreiben was da alles in meinem Kopf vor sich ging. Es ist ein wahnsinniges Gefühl welches man sich auch mit Kinderwunsch nicht annähernd vorstellen kann. Da sind plötzlich Gefühle die ich zuvor nie gespürt hatte. Plötzlich ergab alles wieder einen Sinn und ich fühlte mich so vervollständigt.

Gleichzeitig hatte ich auch diese fürchterliche Angst, was ist wenn was nicht stimmt?! Was ist mit dem PCOS?
Na was habe ich natürlich gleich getan? Klar, Google.de befragt. Ich kann Euch nur raten, lasst es! Es ist das schlimmste was ihr tun könnt, denn mal ehrlich laut Google bekommt man ja schon bei Spliss die Diagnose Krebs.

Eine Schwangerschaft in Verbindung mit PCOS und Komplikationen zu googlen ist definitiv nicht empfehlenswert!

Ich las von Studien die beweisen würden das bei einem PCOS die Chance nur zu 50% gegeben sei eine komplikationsfreie Schwangerschaft zu erleben und fast 50% Fehl- oder Totgeburten wären.

Wuah, ich kann Euch nicht sagen wie verrückt ich mich gemacht habe. Alles dreht sich plötzlich nur noch um diesen Gedanken und man kann sich nicht mehr so sehr freuen, weil wieder die Angst vor der Enttäuschung da ist.

Ich hatte zum Glück ziemlich bald den Frauenarzt-Termin.

In der 7. Schwangerschaftwoche war es dann soweit und wir hatten den Termin.

Beim Arzt angekommen, will man am liebsten ja gleich rüber ins Zimmer auf den Stuhl springen und den Wurm sehen. Ich kann Euch sagen, die Wartezeit hat sich so dermaßen gezogen. Es ging also erstmal ins Labor zur Blutabnahme, zum Wiegen und der Blutdruck wurde gemessen. Eine Urinprobe musste abgegeben werden und dann gehts wieder für eine gefühlte Ewigkeit ins Wartezimmer. Nachdem man dann endlich aufgerufen wird darf man nochmal ein gefühltes halbes Jahrhundert vor dem Untersuchungszimmer warten.

Aber dann war es soweit und wir durften endlich ins Untersuchungszimmer. Der Arzt hat sich schon etwas in meine Krankenakte eingelesen und mir gleich ein paar Sorgen genommen. Mich aufgeklärt das er jetzt vaginal einen Ultraschall machen wird neben ein paar anderen Untersuchungen.

Ich muss sagen ich fühle mich bei meinem Frauenarzt wirklich super wohl. Man geht ja nicht so gerne auf den Stuhl und liegt da wie auf einem Präsentierteller, allerdings ist das Zimmer hier etwas abgedunkelt was schon sehr zur Wohlfühlathmosphäre beiträgt und der Stuhl ist etwas anders wie ich ihn kenne. Normalerweise kenne ich nur diese Stühle bei denen man sich gleich mit den Beinen nach oben, drauf legt/setzt, hier ist es allerdings so das man sich normal drauf setzt und die Füße angewinkelt also mit den Knien zum Bauch abstellt. Der Stuhl fährt dann langsaam hoch und der Arzt öffnet dann die Beine. Das ist wirklich deutlich angenehmer, zumindest für meinen Teil.

Nachdem er abgetastet hat und nach dem PH-Wert gesehen hat, der übrigens perfekt war, hat er dann den Ultraschall gemacht.

Was soll ich sagen, ich bin heute noch ganz hin und weg. Da sah man es plötzlich, dieses kleine „etwas“ aber vorallem dieses schlagende kleine mini Herzchen hat es mir angetan. In diesem Moment fiel mir so eine Last von den Schultern, so viele Ängste waren verflogen und ich war so überglücklich das ich gleich eine Träne verlor nachdem Schatz ganz ergriffen nach meiner Hand fasste.

Man konnte für diese Woche schon überraschend gut etwas erkennen und das wichtigste war ja auch die Herzaktivität, die gut zu erkennen war.

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Ich weis, ich muss heute auch etwas schmunzeln über die Euphorie die ich mit diesem ersten Ultraschallbild nach außen getragen hatte. Man erkennt eigentlich nichts wirkliches, aber ich war so stolz und glücklich als ich es endlich rum zeigen konnte. So ganz am Anfang wollten wir ja noch nicht jedem von der Schwangerschaft erzählen weil halt eben wirklich viel noch passieren kann. Neben 2 engen Freundinnen, meiner Schwester, meiner Mutter und den Schwiegereltern hat es erstmal niemand erfahren und auch dort haben wir es erst einige Tage nachdem wir es selbst wussten bekannt gegeben.

Der Rest der Familie hat es dann mit den Wochen nach und nach erfahren. Eigentlich nahm ich mir vor es vor dem 3. Schwangerschaftsmonat niemandem zu erzählen aber ganz ehrlich, wenn man sich so sehr freut dann will man seine Freude einfach teilen und ich habe es dann einfach nicht mehr ausgehalten.

Kurz bevor ich selbst von der Schwangerschaft erfuhr, hörten auch urplötzlich meine Gelenkschmerzen und die Gelenksteifigkeit auf, die mich schon seit Monaten plagten. Da wusste ich ja noch nichts von der Schwangerschaft, nun weis ich aber das sich die Hormone oftmals positiv auf die Symptome von Hashimoto auswirken während der Schwangerschaft, zumindest am Anfang der Schwangerschaft weil da der Hormonspiegel noch so hoch ist. Die Konzentration des Hormons HCG (humanes Choriongonadotropin) steigt nämlich seit der Befruchtung stetig an. Allerdings fällt diese Konzentration aber um die 9. Schwangerschaftswoche wieder langsam ab. Zwischen der 12. Schwangerschaftswoche bis 16. Schwangerschaftswoche stellt sich die Konzentration auf eine einigermaßen konstante Menge dann ein.

Weitere Untersuchungen wie die Szintigraphie müssen nun eine Weile warten um vorran zu kommen, aber gerade der Anfang der Schwangerschaft machte es mir ja schon um einiges einfacher.

Unser geplanter Entbindungstermin ist im übrigen der 17.August.2015, also ein Sommerbaby.

Aber wie so eine Schwangerschaft halt ist, bringt sie auch einige Wehwehchen mit sich und die Stimmungsschwankungen sind auch nicht zu unterschätzen. Aber dazu mehr im nächsten Kapitel.

Ihr wollt meinen ganzen Weg begleiten bis hin zur Schwangerschaft und darüber hinaus? Ab sofort erscheint jeden Sonntag ein neues Kapitel!

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Außerdem freue ich mich natürlich über Eure Erfahrungen, hinterlasst mir dazu gerne ein Kommentar oder schreibt mir eine Email.

 

 

Kommentare (6) Schreibe einen Kommentar

  1. ich bin sehr gespannt wie es weiter geht und freue mich über diesen post. das pco syndrom ist schon etwas gemeines, ich habe mich damals auch näher damit befassen müssen.
    ich wünsche euch weiterhin alles alles gute und drücke alle meine daumen!
    liebe sonntagsgruesse!

    Antworten

    • Monas-Testlabor

      Hallo shadownlight,

      es freut mich das dir mein Artikel scheinbar so gut gefällt das du dich auch schon auf den nächsten freust.

      Ich danke dir für die lieben Worte.

      Liebe Grüße
      Mona

      Antworten

  2. Hatte trotz PCOS und Hashi nie größere Probleme… Und in 6 wochen ist der ET…
    Leider machen sich viele auch immer selbst verrückt..

    Antworten

    • Monas-Testlabor

      Hallo Maria, es freut mich das du keine argen Symptome hast. Ja da hast du sicher zum einen Recht. Aber es ist natürlich auch sehr individuell, während die eben keinerlei Symptomatik aufzeigen, habe andere mit mittelmäßigen bis heftigen Symptomen zu kämpfen.
      Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft.

      Liebe Grüße
      Mona

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  3. Ich habe das Kapitel irgendwie erst jetzt gefunden 🙁 Na ja, muss ich nicht so lange warten 😀

    Ich beglückwünsche dich auf jeden Fall herzlich und finde es toll, dass dir dein so sehnlicher Wunsch erfüllt wurde. Und dann hast du es auch noch kurz vor Weihnachten und Neujahr erfahren.

    Ich habe weder Freund noch den dringenden Wunsch jetzt schwanger zu werden, aber ich hoffe irgendwann mal den passenden zu finden und dann auch ein Baby zu bekommen …

    Als ich noch ein Teenager war dachte ich immer: Ich will kein Kind! Wenn ich doch mal schwanger werde, dann treibe ich es ab, kein Problem.
    Als ich 16 war und mal nicht aufpasste, hatte ich natürlich sofort Angst schwanger zu sein. Ich traute mich nicht zu irgendwem zu gehen, fragte nur eine Freundin ob sie Rat wüsste. Ich holte zwei mal einen Schwangerschaftstest – war so unsicher ab wann die denn etwas anzeigen, sollte man schwanger sein. Klar, wenn die erste Periode ausfällt, aber nicht bei jedem fällt sie von anfang an aus. Meine Mutter und eine Tante hatten bis zum 5ten Monat noch regelmäßig ihre Periode.

    Zu der Angst eventuell schwanger zu sein (und das mit 16, kurz vor dem Abschluss und den Typ der als Vater in Frage kam, mochte ich eigentlich nicht mal …) kam natürlich auch die Frage, was ich machen sollte wenn ich tatsächlich schwanger wäre. Wie gesagt war ich der Meinung nie ein Kind zu wollen und dass Abtreibung für mich Problem wäre. Aber schon bei dem ersten Gedanken an eine Abtreibung schoss es mir sofort ein Nein durch den Kopf. Ich hätte es nicht weg machen lassen können. Und seit dem habe ich auch wirklich den Wunsch irgendwann mal ein Kind zu bekommen, auch wenn ich im Nachhinein froh bin, dass ich damals nicht schwanger war.

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    • Monas-Testlabor

      Hallo liebe Diana,

      vielen Dank für deine lieben Worte.

      Ich verstehe dich total, wenn es erstmal zum greifen nah scheint, entsteht daraus eine völlig neue Situation.

      Ich wünsche dir alles gute und das für deine Zukunft alles so läuft wie du es dir wünschst.

      Liebe Grüße
      Mona

      Antworten

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