Schwanger trotz PCOS & Hashimoto – Meine Geschichte / Kapitel 5. – Die unschönen Seiten einer Schwangerschaft mit einigen Tipps

Hallo Ihr Lieben,

heute könnt Ihr in Kapitel 5 meiner Geschichte von den unschönen Seiten der Schwangerschaft lesen und bekommt Tipps zu den ein oder anderen Wehwehchen.

Wie ich in Kapitel 1 bereits bekannt gab, möchte ich gerne Betroffenen oder Angehörigen von Betroffenen, die durch die Diagnose PCOS oder Hashimoto einen unerfüllten Kinderwunsch haben, Mut machen und Ihnen zur Seite stehen. Mit den Diagnosen gehen außerdem einige Fragen einher die ich versuche weites gehend in meine Geschichte mit einzubinden.

Vom Anfang meines Kinderwunsches, über die Diagnosen PCOS & Hashimoto bis hin zu meiner derzeitigen Schwangerschaft und darüber hinaus, könnt Ihr nun meinen Weg begleiten.

Meine Geschichte erscheint in mehreren Kapiteln die regelmäßig jeden Sonntag auf meinem Blog erscheinen!


 

Wie, wir von der Schwangerschaft erfahren haben und wie überglücklich ich seither bin, konntet Ihr bereits in Kapitel 4 lesen.
Da so eine Schwangerschaft aber eben auch ganz andere Seiten hervorbringen kann, über die oft wenig oder ungerne gesprochen wird, widme ich dieses Kapitel den nicht ganz so schönen Seiten meiner Schwangerschaft, den Wehwehchen und Stimmungsschwankungen.
Man verbindet eine Sache immer sofort mit einer Schwangerschaft, die sogenannte Morgenübelkeit. Die meisten haben ein ganz klares Bild vom Anfang einer Schwangerschaft, die Frau rennt Morgens nach dem Aufwachen zur Toilette und übergibt sich.

Woher kommt die Übelkeit?

„Die Konzentration des Hormons HCG (humanes Choriongonadotropin) steigt ab der Befruchtung stetig an, fällt dann aber um die 9. SSW langsam wieder ab, bis es sich zwischen der 12. SSW bis 16. SSW auf eine einigermaßen konstante Menge eingestellt hat. HCG beeinflusst unter anderem den Verdauungstrakt sowie den Geruchs- und Geschmackssinn.
In dieser Zeit kann es darum zu Übelkeit und Erbrechen kommen, der typischen „Morgenübelkeit“ – die allerdings ihren Namen nicht verdient hat, da sie über den gesamten Tag auftreten kann. Dass viele Schwangere besonders morgens mit Übelkeit zu kämpfen haben, kann daran liegen, dass der Magen nach der Nacht leer und der Blutzuckerspiegel daher besonders niedrig ist. Gemeinsam mit den Hormonschwankungen der ersten Schwangerschaftsmonate kann das zu morgendlicher Schwangerschaftsübelkeit führen.
Wenn die Übelkeit in der Schwangerschaft zu anderen Tageszeiten auftritt, können auch hierfür Hormonschwankungen verantwortlich sein. Die Schwangerschaftsübelkeit kann durch Stress und Überlastung verstärkt oder auch erst ausgelöst werden. Auch Blutzuckerschwankungen über den Tag können eine Übelkeit in der Schwangerschaft begünstigen, ebenso wie ein Vitamin-B- oder Zinkmangel. Eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft ist daher besonders wichtig.
Außerdem können bestimmte Gerüche, aber auch der Verzehr bestimmter Lebensmittel, die bisher kein Problem darstellten, die Übelkeit plötzlich auslösen. Häufige Auslöser sind der Geruch von Kaffee oder Zigarettenrauch oder der Verzehr von Brot, aber auch bestimmte Duftöle oder Parfüms. Schon der Gedanke daran löst in einigen Fällen die Schwangerschaftsübelkeit aus.
Frauen, die Zwillinge erwarten, haben oft mit stärkerer Schwangerschaftsübelkeit zu tun als Frauen, die nur ein Kind bekommen.“ Quelle: Onmeda.de

Was kann ich gegen die Übelkeit tun?

Es gibt so viele unterschiedliche Tipps, man kann pauschal nicht sagen was einer bestimmten Person hilft, da muss man etwas herumexperimentieren bis man die passende Lösung für sich gefunden kann.
Bei der Übelkeit helfen, können:

  • Kräutertees (Achtet bitte auf verschiedene Teesorten die in der Schwangerschaft gemieden werden sollten wie Entwässerungstee/Brennesseltee , Himmbeerblättertee der erst zum Ende der Schwangerschaft empfohlen wird oder Ingwer da dieser wehenfördernd wirken kann).
  • Vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit essen, um den Blutzuckerspiegel ins Gleichgewicht zu bringen. (Bei Morgenübelkeit)
  • Viel trinken sollte so oder so selbstverständlich sein, gerade in der Schwangerschaft, es kann auch zu Übelkeit führen bei zu wenig Flüssigkeitszufur.
  • Damit der Blutzucker nicht zu sehr schwankt, sollten über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten zu sich genommen werden.
  • Akkupunktur
  • Meditation
  • Yoga
  • Fußreflexzonenmassage
  • Akkupressur (Dazu gibt es in der Apotheke auch Bänder fürs Handgelenk, eingen Frauen scheinen sie zu helfen, mir haben sie leider nicht geholfen)

Mein persönlicher Tipp: Zitrone! (Siehe weiter unten)

Ich hatte leider auch starke Probleme mit Übelkeit am Anfang der Schwangerschaft, ich musste mich zwar nie übergeben aber dafür hatte ich eine permanente Übelkeit über den ganzen Tag verteilt. Hinzu kam ein fürchterlicher Ekel der mich oft würgen lies. Ich konnte dementsprechend wenig essen und hatte plötzlich vor allem möglichen Lebensmitteln und Gerüchen die ich teilweise vorher sogar sehr gerne möchte, einen Ekel. Das eine Schwangerschaft diese unangenehmen Dinge mit sich bringt, ist eigentlich jeder Frau klar und man nimmt sie ja auch gerne in Kauf, wenn sie aber erst einmal da  sind sieht das ganze natürlich ganz anders aus und man versucht sie mit ach und krach bloß schnell wieder los zu werden. Eine große Hilfe ist natürlich das Wissen, dass die Übelkeit i.d.R. bald wieder abklingt und es nur ein vorrübergehendes Aushalten ist. Da meine Übelkeit mich aber schon sehr eingeschränkt hat, wollte ich sie auch schnellstmöglich, zumindest etwas lindern.

Ich habe mich natürlich auch gleich im Internet belesen. Genügend Flüssigkeit nahm ich schon zu mir, erhöhte das ganze nach Möglichkeit aber noch. Es ist wirklich nicht so einfach, ständiges trinken mit in seinen Alltag einzuplanen wie ich persönlich finde. Wenn man nicht schon das Durstgefühl hat, kann man das ganz schnell vergessen, daher habe ich mir angewöhnt immer gleich ein ganzes Glas Wasser zu trinken und es danach sofort wieder zu füllen und auch in der Handtasche immer eine Flasche Wasser mit mir zu nehmen. Morgens vor dem Aufstehen etwas zu essen um den Blutzuckerspiegel zu regulieren, gestaltete sich bei mir als nicht möglich. Ich muss Morgens meine Hormone nehmen, für diese muss ich nüchtern sein und es auch eine Weile nach Einnahme bleiben, ich könnte natürlich dann noch liegen bleiben und abwarten, allerdings trage ich zudem noch eine Zahnschiene über Nacht, also muss ich doch erst aufstehen für die Mundhygiene um etwas essen zu können. Damit war das Thema dann auch schnell vom Tisch.
Ich habe mir dann diese Akupressurbänder gekauft nachdem ich so oft positives darüber gelesen habe, leider ohne jeglichen Erfolg, lediglich Schmerzen im ganzen Arm haben sie mir auf Dauer gebracht.

Im Internet las ich dann das es helfen soll an einer Zitrone zu riechen, dies hatte ich dann mit Skepsis ausprobiert , ich habe dann aber überraschend festgestellt das es half. Zum ersten mal hatte ich dieses Ekel Gefühl zumindest für ein paar Minuten erträglicher bekommen.
Ich las dann von „Zitronenduftflässchen“ aus der Apotheke, die bei Übelkeit helfen sollen, zunächst konnten die Apothekerin und ich uns darunter nichts vorstellen, nachdem sie aber im PC nach einem Zitronenmittel gegen Übelkeit suchte, stellte sich schnell heraus das hier die Rede von Aromaölen war.
Ich holte mir also ein Flässchen Zitronenöl für 3,50€ und probierte es aus. Ich roch hin und wieder am Flässchen, träufelte etwas auf ein Taschentuch zum schnuppern und hatte auch die Aromalampe verwendet. Mir persönlich half es sehr gut und ich bekam meine Übelkeit ganz gut in den Griff. Mit der 13./14. Schwangerschaftswoche war die Übelkeit dann auch ganz verschwunden und etwa Mitte des zweiten Schwangerschaftsdrittels konnte ich wieder alles essen, bis auf wenige Ausnahmen.
Ihr solltet Euch aber natürlich auch nicht quälen, wenn die Übelkeit zu belastend wird solltet Ihr unbedingt Euren Frauenarzt aufsuchen, der kann Euch wenn nichts anderes hilft, Medikamente verschreiben, welche aber natürlich wirklich nur eine Notlösung sein sollten.
Außerdem solltet Ihr natürlich auf genügend Ruhe achten und Stress meiden, denn eine Schwangerschaft ist, auch oder gerade am Anfang, eine enorme Belastung für Euren Körper auch wenn gerade keine Wehwehchen vorhanden sind, leistet Euer Körper gerade enormes.
Also so oft wie möglich ausruhen und die Füße hochlegen. Ihr solltet aber natürlich auch auf genügend Frischeluft und Bewegung achten.

Anfangs wollte ich natürlich auch alles hundertprozent richtig machen, wie die meisten sicher, ich wollte weiterhin Sport treiben, mich noch gesünder ernähren, täglich spazieren gehen, eben alles was gut für mich und das Kind ist. Aber wie das ja immer so ist, nimmt man sich oft mehr vor als man tatsächlich umsetzt.

Das mit der Ernährung hatte sich am Anfang ja bereits als sehr schwierig erwiesen, da ich durch den ständigen Ekel wenig und kaum etwas essen konnte, meist gingen nur belegte Brötchen. Spazieren gegangen bin ich anfangs dann noch jeden Tag, mit dem Hund und meinem Freund, eine große Runde, es tat mir auch wirklich gut.

Ich hatte vorher schon Probleme mit teils stärkeren Ischias Schmerzen. Diese wurden im ersten Drittel der Schwangerschaft dann deutlich heftiger und teilweise so schlimm das ich mich wirklich schon quälte. Lange Spaziergänge und Sport mussten daher nach und nach auch erstmal weichen.

Ich muss zugeben, wenn mir in der Vergangenheit jemand von seinen Rückenschmerzen erzählte, hatte ich das nie als sonderliche Problematik gesehen, jetzt wo ich selbst darunter litt, musste ich für mich feststellen das sie einer der unangenehmsten Schmerzen sind. Aber auch das ist etwas das oft zur Schwangerschaft hinzu kommt.

Ich musste mich natürlich überwinden, dennoch kleinere Runden spazieren zu gehen, denn die Bewegung ist ja schließlich wichtig. Ich kaufte mir auch schon zu diesem Zeitpunkt ein Stillkissen, da mir immer wieder geraten wurde, dieses, Nachts zwischen die Knie zu legen um die Bandscheibe zu entlasten, es half mir auch sehr gut. Ich hatte mich lange informiert und letztenendes für eines von Theraline entschieden, es gehört zu den besten ist daher aber auch ein klein wenig teurer. Etwa Mitte bis Ende des 2. Schwangerschaftdrittels wurde ich die Ischiasschmerzen zum größten Teil dann wieder von alleine los, aber das nächste lies nun wirklich nicht lange auf sich warten.

Um die 21. Schwangerschaftswoche herum suchte ich die Praxis meines Frauenarztes auf, weil ich seit einigen Tagen Schmerzen im Unterleib und Bauchbereich hatte, vorallem wenn ich mich Abends im Bett drehte.

Dort wurde dann wie immer das Blut untersucht, der Urin und auch mein 1. CTG gemacht. Normalerweise wäre dieses erst ab ca. der 25-30. Schwangerschaftswoche gemacht worden da man erst dann die Herztöne des Babys wirklich gut aufzeichnen kann, aufgrund der Komplikationen sollten aber natürlich eventuelle Wehen ausgeschlossen werden.

Als ich dann zum Gespräch ins Ärztezimmer kam, teilte mir der Arzt mit das die Schmerzen scheinbar von einer Symphysenlockerung herrühren.

Was ist eine Symphysenlockerung?

„Die Symphyse, die auch Schambeinfuge genannt wird, ist die vordere Verbindung des rechten und linken Beckenknochens. Sie befindet sich in der Mitte des Schambeins. An dieser Stelle sind die rechte und die linke Schambeinhälfte über eine aus Bändern bestehende Brücke miteinander verbunden.
Durch das Wachstum des Kindes während der Schwangerschaft steigt unter anderem der Druck auf die Beckenknochen und damit auch auf die Symphyse. Durch die hormonellen Umstellungen während der Schwangerschaft wird außerdem das Bindegewebe des Körpers lockerer und dehnbarer. Das betrifft auch die Bänder, die die Schambeinfuge bilden. Diese Lockerung ist für die Schwangerschaft sinnvoll, weil so das Becken für den Durchtritt des Kindes während der Geburt dehnbarer wird. Die Symphyse wird etwa 3 mm breiter als im nichtschwangeren Zustand.
Allerdings können die hormonbedingte Lockerung und die druckbedingte Dehnung der Symphysenbänder auch Schmerzen in diesem Bereich verursachen. Die Schmerzen können auch in die Oberschenkel und rückwärtig in das Kreuzbein ausstrahlen und sind beim Stehen sowie beim Gehen besonders stark ausgeprägt. Bis zu 10 Prozent aller Schwangeren sind von derartigen Beschwerden betroffen. In seltenen Fällen (0,02 bis 0,3 Prozent der schwangeren Frauen) kommt es während der Geburt zu einer vollständigen Durchtrennung der Bänder (Symphysenriss bzw. Symphysenruptur).
Die Diagnose einer Symphysenlockerung kann bereits anhand der geschilderten typischen Beschwerden und einer Tastuntersuchung der Symphyse gestellt werden. Eine Bestätigung durch eine Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung ist möglich, jedoch sollte letztere zum Schutz des Kindes vermieden werden.
In der Regel bildet sich die Symphysenlockerung nach der Entbindung von selbst zurück, normalerweise innerhalb von 6 Wochen bis 6 Monaten.“ Quelle: http://www.medizinfo.de

Was kann ich gegen die Schmerzen der Symphysenlockerung tun?

„Eine Therapie ist nicht erforderlich, kann bei ausgeprägten Beschwerden jedoch sinnvoll sein. In der Regel bringt das Tragen spezieller stützender Miederhosen bereits Erleichterung. Ergänzend ist das Einspritzen lokal wirksamer Betäubungsmittel (Lokalanästhetika) in die Symphyse möglich, außerdem die Einnahme von Schmerzmitteln. Diese müssen vom Arzt verschrieben werden, da während der Schwangerschaft nur die Einnahme bestimmter Arzneimittel für das ungeborene Kind ungefährlich ist (vgl. „Medikamente während der Schwangerschaft„).“ Quelle: http://www.medizinfo.de

In der Regel bekommt Ihr bei der Diangose, von Eurem Frauenarzt einen Stützgürtel verordnet, diesen bekam ich auch verordnet. Ich holte mir diesen dann in einem Sanitätshaus ab und mir wurde auch gleich vor Ort erklärt wie genau dieser angelegt und getragen wird.

Mein Frauenarzt erklärte mir aber auch gleich, dass der Gürtel nicht jedem hilft und auch die Ursache nicht bekämpft, er lindert lediglich die Beschwerden, sodass die Reibung der Knochen nicht mehr zu stark seien und damit der Schmerz gelindert wird. Bei mir hilft der Gürtel leider nur bedingt, an manchen Tagen ist er eine Hilfe, an manchen Tagen eher eine Last.

Die Schmerzen wurden mit der Zeit nun auch immer stärker, Anfangs spürte ich den Schmerz im Schambein und im Bauch, mit der Zeit tat mir dann auch der Rücken und das Becken selbst weh. Mittlerweile spüre ich einen Muskelkater ähnlichen schmerz dauerhaft zwischen den Beinen. Ich muss ich langsam und bedacht drehen wenn ich liege, kann die Beine nicht mehr zu weit spreitzen und habe auch Schmerzen wenn ich das Bein hochhebe, beim anziehen einer Hose zum Beispiel.

Mittlerweile habe ich mich an den Schmerz aber recht gut gewöhnt, natürlich ist es noch schmerzhaft aber mit der Zeit lernt man einfach besser damit umzugehen, auch weil man weis, welche Bewegungen man besser meiden sollte. Beim hinlegen gibt mir das Stillkissen außerdem noch den zusätzlichen Halt.

 

Stimmungsschwankungen

 

Eine Schwangerschaft ist außerdem bekannt für Ihre Stimmungsschwankungen, die sie mit sich bringt.

Man fühlt sich im einen Moment überglücklich und im anderen Moment ist man gereizt oder tief traurig.

Die Stimmungsschwankungen liegen zum einen natürlich an der hormonellen Umstellung, die gerade extrem in den ersten 12 Wochen einer Schwangerschaft stattfinden, aber auch danach hin und wieder noch stattfinden. Zum anderen werden sie aber natürlich auch durch die enorme Lebensumstellung ausgelöst.

Eine werdende Mama ist ständig in Gedanken an die Zukunft verwickelt. Bekommen wir das finanziell hin? Werde ich eine gute Mutter? Haben wir auch wirklich alles was wir brauchen? Wird das Kind gesund sein? Wie weit wird sich mein Leben verändern? Und und und…. das beschäftigt natürlich und überfordert uns manchmal ein wenig, dass dabei unsere Gefühle Achterbahn fahren ist völlig normal. Die ständigen Wehwehchen die wir dabei noch „ertragen“, die Dehnungsstreifen die unseren Körper nun zeichnen und die Tatsache das uns unsere Hosen nicht mehr passen und wir uns dick fühlen, tun ihr übriges bei.

Ich kann Euch nur raten genügend abzuschalten. Nehmt Euch Zeit für Euch, auch wenn ich selbst am besten weis wie schwierig das ist, bei den ständig anstehenden Terminen, der Überlastung, eventuellem Umzug oder Renovierung die eine Schwangerschaft oft mit sich bringt usw. Aber es ist nicht nur wichtig für Euch das Ihr Euch wohlfühlt sondern auch für Euer Kind.

Wenn ihr mal wieder gereizt, überfordert oder traurig seid, weil ich nicht wisst wie eine bestimmte Sache weiter geht o.ä. setzt oder legt Euch einfach hin, legt Eure Hand ganz bewusst auf Euren Bauch und seid Euch bewusst was darin gerade passiert. Mir hilft das immer sehr, auch als ich mein kleines Wunder noch nicht physisch fühlen konnte war da dennoch dieses Gefühl der Verbundenheit.

Ich komme auch immer wieder an meine Grenzen und nutze solche „Kleinigkeiten“ um abzuschalten und runterzufahren.

Auch ich, die sich ein Baby so sehr gewünscht hat, habe hin und wieder Ängste und Zweifel und frage mich ob ich das alles auch schaffe. Hinzu kommt das wir noch unsere komplette Wohnung renovieren müssen und dazu erst auf den Vermieter warten mussten der neue Fenster einsetzt, dies geschah erst Gestern, was bedeutet das wir erst jetzt anfangen können die Tapeten abzureißen und die Böden rauszuwerfen um dann zu tapezieren, neue Bodenbeläge zu verlegen, die Wohnung wieder einzurichten usw. Das mein Nestbau noch nicht abgeschlossen ist und die Anstrengung der ganzen Arbeiten hier, überlasten mich im Moment auch ziemlich, dennoch muss ich versuchen abzuschalten auch wenn man sich dazu zwingen muss.

Wassereinlagerungen

Seit dem 7. Monat etwa habe ich das erste Mal die Wassereinlagerungen in meinen Fingern und Füßen bemerkt.

Sie wurden zum Abend hin dicker und fühlten sich schwerer an. Mittlerweile habe ich so starke Wassereinlagerungen in Händen und vorallem Beinen und Füßen das meine Füße schon Morgens beim aufstehen stark geschwollen sind und teilweise ziemlich weh tun. Gerade jetzt, sollte viel Bewegung auf dem Tagesplan stehen, jedoch habe ich selbst beim Einkauf schon nach einer halben Stunde so geschwollene und schmerzhafte Füße das ich nicht mehr weiter laufen kann und somit die Tage, auch meinen Einkauf abbrechen musste. Aber nicht nur die Schmerzen belasten mich, sondern auch die Tatsache das es nun schon wieder eine Sache mehr gibt mit der ich mich „unschön“ finde, wenn ich bei dem Wetter Ballarinas oder Sandalen trage und die Füße aussehen wie Autoreifen ist das nicht gerade förderlich für das Selbstbewusstsein.

Was kann ich gegen die Wassereinlagerungen tun?

Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft sind völlig normal und notwendig, deshalb dürft Ihr aufkeinenfall während der Schwangerschaft entwässern, auch nicht mit natürlichen Mitteln wie Brennesseltee!

Nehmt vorzeitig Eure Ringe ab bevor diese später nicht mehr abgehen!

  • Ihr solltet Eurer Hebamme oder Eurem Frauenarzt aufjedenfall mitteilen wenn Ihr Wassereinlagerungen bemerkt, vorallem wenn Sie plötzlich stark auftreten, sollte aber kein Eiweiß im Urin oder hoher Blutdruck hinzukommen sind die Wassereinlagerungen i.d.R. harmlos. Solltet Ihr allerdings erhöhten Blutdruck, Sehstörungen, plötzliche Kopfschmerzen oder andere Symptome feststellen könnte es sich um eine Präeklampsie handeln, die unbedingt ausgeschlossen werden muss.
  • Nicht auf Salz verzichten! Verzichtet nur auf Salz, wenn Euer Arzt euch ausdrucklich dazu geraten hat, die Annahme ist sehr veraltet und kann das ganze unter Umständen sogar verschlimmern.
  • Viel Wassser trinken!!!!
  • Stützstrümpfe können helfen
  • Ihr solltet möglichst oft die Füße hochlagern, die Füße sollten dabei höher gelagert sein wie das Herz.
  • Über Nacht legt Ihr Euch am besten Euer Stillkissen unter die Füße oder eine dicke Decke, ein handtuch o.ä. unter die Matratze damit Eure Beine höher gelagert sind. Es kann jedoch vorkommen das Ihr dadurch öfter auf Toilette müsst.
  • Es soll helfen beim sitzen hin und wieder die Zehenspitzen zu den Knien hin mehrmals anzuziehen, weil damit die Muskelpumpe um die Venen aktiviert wird und das Blut wieder besser in den oberen Teil des Körpers transportiert werden soll.
  • Ins kühle Nass! Wenn Ihr die Möglichkeit für ein Planschbecken o.ä. habt, erfrischt Eure Füße hin und wieder darin, ansonsten nehmt die Duschbrause, eine Wanne für die Füße oder legt Euch kalt/feuchte Handtücher über die Füße.
  • Auch wenn es schwer fällt, Bewegung! Versucht dennoch spazieren zu gehen, Rad zu fahren oder schwimmen zu gehen.
  • Wechselduschen und Massagen regen die Durchblutung an und sorgen für eine verbesserte Flüssigkeitszufuhr.
  • Auch Akkupunktur soll helfen, fragt am besten Eure Hebamme danach.

 

Warum sind gerade meine Knöchel und Zehen so geschwollen?

„In der Schwangerschaft halten Ihre Nieren vermehrt Natrium und Wasser zurück, um eine Zunahme des Blutvolumens und Körperwassers zu ermöglichen. Ihr Baby soll ja wohlbehütet und -genährt in der Gebärmutter wachsen können. Ihre Venen müssen nun aber Höchstleistungen vollbringen, um das Blut gegen die Schwerkraft wieder zum Herzen zu pumpen – und sind damit nicht selten überfordert.

Zusätzlich übt Ihre wachsende Gebärmutter Druck auf die Venen aus, vor allem die Beckenvenen und die untere Hohlvene (eine große Vene auf der rechten Seite Ihres Körpers) sind betroffen. Kommen die Venen gegen den erhöhten Druck nicht mehr an, kann das Blut in die Beinen sacken. Füße und Beine schwellen an, Venenprobleme wie Besenreiser oder Krampfadern können auftreten.“Quelle: http://www.babycenter.de

Die Wechselduschen kosten zwar einiges an Überwindung, helfen mir aber gut. Ich habe mir außerdem im dm-Markt eine weiche Massagebürste gekauft mit der ich in der Dusche meinen Körper kreisend massiere.

 


 

So jetzt haben wir eine Menge der unschönen Dinge einer Schwangerschaft aufgezählt.

Eine Schwangerschaft bringt eben einiges mit sich, diese toll aussehenden Frauen im Fernsehen, die Morgen mal eben auf die Toilette rennen sich übergeben und danach den ganzen Tag top gestylt und glücklich mit Ihrer Kugel durch die Gegend laufen, sind meist weit von der Realität entfernt. Natürlich gibt es solche und solche Frauen und Schwangerschaften aber mal ehrlich Mädels, die Dehnungssteifen, eventuelle Dellen am Po und Oberschenkel, die breitere Hüfte, die zusätzlichen Kilos, eventuell plötzlich unreine Haut, durch Wassereinlagerungen geschwollene Füße und der dazukommende Watschelgang, bewirken nicht gerade das wir uns in unserem Körper wohlfühlen.

Ich bin glücklich schwanger zu sein und das auch trotz der ganzen Probleme, ich würde sie immer wieder in Kauf nehmen, ohne Frage, und diese „Wehwehchen“ sind aufgrund meiner Schwangerschaft da, also versuche ich sie weitesgehend als etwas positives zu sehen denn wenn mein Wunsch nicht wahr geworden wäre dann wären auch sie nicht da und schließlich verschwinden sie ja auch bald wieder. Aber verfluchen dürfen wir sie trotzdem! 😉

Nun haben wir genug von den ganzen negativen Eigenschaften gelesen die eine Schwangerschaft mit sich bringt deshalb schließen wir dieses Kapitel an dieser Stelle nun ab und widmen uns im nächsten Kapitel ganz den positiven Dingen und den Vorteilen die eine Schwangerschaft mit sich bringen.

 

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Außerdem freue ich mich natürlich über Eure Erfahrungen, hinterlasst mir dazu gerne ein Kommentar oder schreibt mir eine Email.

 

 

Kommentare (4) Schreibe einen Kommentar

  1. Das ist echt eine Menge.
    Ich hatte von den, nur die Stimmungsschawnkungen, aber dafür noch viele andere die hier nicht auf gezählt wurden ^^
    Ich hatte Heißhunger auf bestimmte Sachen und vor allem zum Ende hin musste ich alle paar Minuten auf das Klo rennen.
    Nachts schlafen war dadurch auch so eine Sache und bei der letzten Schwangerschaft lag die kleine sehr weit vorne so das ich jede einzelne Bewegung spüren konnte und das war teilweise auch sehr unangenehm.

    Ich finde es super dass auch mal jemand über die andere Seite des Schwanger sein schreibt.

    Liebe Grüße
    Vivi

    Antworten

    • Monas-Testlabor

      Hallo Vivi,

      ohja diese Dinge kenne ich auch, meine kleine drückt mir gerne auf der Blase herum oder hat vor kurzem meine Rippen entdeckt, es macht ja so Spaß darin rum zu treten 😀
      Ich glaube wenn man wirklich alles zusammenfassen würde müsste ich dafür schon mehrere Artikel verfassen 😀

      Liebe Grüße
      Mona

      Antworten

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