Schwanger trotz PCOS & Hashimoto – Meine Geschichte / Teil 10 / Schwangerschaftswoche 36

Hallo meine Lieben,

es wird wieder Zeit für meinen Wochenrückblick.

Der große Tag naht und wir sind, wie soll es auch anders sein, immernoch nicht fertig mit dem Nestbau.

So langsam wird die Schwangerschaft sehr anstrengend und stellt mich immer öfter vor die ein oder andere Hürde.

Schlaf? An den ist jetzt schon nicht mehr zu denken!

Ja ich könnte den ganzen Tag fluchen, wenn da nicht dieses wundervolle Wunder in mir geschehen würde!

Meine Geschichte mit den bisherigen Beiträgen könnt Ihr hier nachlesen.


 

Wie war das mit der Renovierung? Das schaffen wir doch locker in 3 Tagen 😀

Hach ja, manchmal ist meine Naivität ja schon ganz niedlich, aber diese strotzt doch regelrecht vor Intelligenz, oder was meint Ihr ?! 😉

Ja wo soll ich anfangen, wir sind immernoch nicht fertig.

Den zusätzlichen Kleiderschrank für Prinzessin M. haben wir schon am Montag abgeholt und Schatz hat ihn dann nach 3 Tagen endlich aufgebaut. Ich verstehe ja auch das er fertig ist, ich meine die Renovierung hat sich so gezogen, vorallem bei der fehlenden Unterstützung, aber so ist das ja schließlich immer, alle spucken große Töne und wenn es dann ans eingemachte geht, sind sie plötzlich so beschäftigt mit allen anderen Dingen.

Ich bin aber auch andererseits froh sagen zu können: „Das haben wir geschafft“. Es macht einen wirklich stolz, aber allmählich fehlt einfach die Kraft, nicht nur bei mir auch bei meinem Göttergatten merkt man das er nur noch ausgelaugt ist, seit Wochen ist er täglich nur am schufften, so viel am schleppen und zusätzlich von Morgens um 6 außer Haus zur Arbeit. Ich bin wirklich froh ein so fleißiges Männlein an meiner Seite zu haben.

Jetzt muss jedenfalls nur noch das Bett kommen, der Wickelaufsatz aufgesetzt werden und ein paar Regale aufgestellt werden im Kinderzimmer.

Habe ich Euch schon mal gesagt wie schön es ist Babykleidung zu waschen? Noch nicht? Na kein Wunder!

Wir haben noch einiges an Babysachen bekommen, dadurch haben wir doch recht viel mittlerweile an Babykleidung und die muss schließlich erst einmal durchgewaschen werden bis sie ihren Platz im neuen Kleiderschrank einnehmen darf. Ich kann Euch eines sagen, ohne den Trockner den wir uns nun zugelegt haben, hätte ich schon kapituliert. Allein die Kleinteile zusammen zu legen hat mich schon Nerven gekostet, aber wenn ich mir überlege ich hätte vorher noch jedes Teil auf und abhängen müssen 😯

Ganze 8 Ladungen Wäsche habe ich gehabt, nur an Babykleidung und in die Maschine passen gute 7kg. Das sind diese „Kleinigkeiten“ bei denen man sich denkt “ Ach ja das geht ja schnell, die zähle ich mal nicht nur Zeitplanung dazu“. Muttis oder werdende Muttis, nehmt Euch früh genug Zeit die Wäsche zu machen! Das kann ganz schon Zeitaufwendig werden, gerade wenn Ihr auch, logischer Weise, nach Größen sortiert beim einräumen.

Wir warten noch auf eine Menge Pakete unter anderem auf Vorhänge und Regale damit es endlich weiter geht und wir das Thema Nestbau bald abschließen können.

 

So langsam wird jeder Tag schwerer, Gott was habe ich mir immer geschworen keine von den Frauen zu sein die über ihr Leid während der Schwangerschaft klagen und sich stattdessen über die Schwangerschaft freuen. Ich habe nie verstanden wie man so „undankbar“ (So erschien es mir immer) sein kann, über eine Schwangerschaft. Aber heute weis ich, es hat rein garnichts mit Undankbarkeit zu tun! Ich liebe diese Schwangerschaft und ich hoffe auch es war nicht die letzte, trotz den vielen Schmerzen und Co, aber Fakt ist: Wenn man (Frau) Schmerzen hat dann darf sie das loswerden wollen!

Ich meine, ich schlafe Nachts kaum noch, zum einen vor Sodbrennen, dann sind da die wirklich verdammt starken Schmerzen in Fingern bis zur Schulter vom Wasser, die einen immer wieder mit ihrem Pochen und Stechen aufwecken und nun auch noch die Kurzatmigkeit. Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen wie oft ich Nachts aufwache momentan und nach Luft schnappe, teilweise wird man schon fast panisch, es ist wirklich so als wenn der Sauerstoff im Raum fehlen würde. Es drückt halt eben alles nach oben derzeit und ich bettel meinen Körper ja schon nach den ordentlichen Senkwehen an, damit die Prinzessin endlich nach unten rutscht.

Anfang der Woche war es ja Gott sei Dank mal etwas kühler und regnerisch, dies kam zumindest meinen „Füßen“ zu gute. Seit mitte der Woche leiden aber auch diese, wieder extrem unter der Hitze und häufiges hochlegen und kühlen ist wieder unabdingbar. Leider habe ich auch meine Akupunktur am Montag verpasst, meine Hebamme kommt nicht von hier und ist nur Montags Vormittags bei meinem Frauenarzt in der Praxis, da hat sich aber leider der Termin beim Diabethologen so lang gezogen das ich es zeitlich nicht mehr geschafft habe, dabei sollte ich ja nun ab dieser Woche, neben der Akupunktur wegen dem Wasser auch die geburtsvorbereitende Akupunktur bekommen. Da hatte ich mich schon so sehr drauf gefreut, nunja da muss ich dann wohl bis Morgen warten. Außerdem möchte ich die Woche auch mit dem Himbeerblättertee
beginnen.

 

Was bewirkt die geburtsvorbereitende Akupunktur?

 

Die geburtsvorbereitende Akupunktur soll zum einen, schmerzlindernd sein, eine schnellere Reifung des Gebärmutterhalses sowie, eine gezieltere Wehentätigket in der Eröffnungsphase bewirken.
So zeigen manche Studien das die Geburtsdauer bei Erstgebärenden, um 2-3 Stunden verkürzt werden kann.
Eine Studie der Frauenklinik in Mannheim zeigt zum Beispiel auch, dass keine vorzeitige Wehentätigtkeit durch die Akupunnktur ausgelöst wird, wie oft befürchtet. Außerdem zeigt sie deutlich, dass die Akupunktur, die Geburtsdauer verkürzt, allerdings eben erst mit eintreten der natürlichen geburtsauslösenden Mechanismen.*

Die Akupunktur sollte dennoch erst ab der 36. Schwangerschaftswoche (35+0) begonnen werden.

* Studie: Römer A., Weigel M., Zieger W., Melchert F. (1998): Veränderungen der Cervixreife und Geburtsdauer nach geburtsvorbereitender Akupunkturtherapie. In: Römer A. (Hrsg.): Akupunkturtherapie in der Geburtshilfe und Frauenheilkunde. Hippokrates, Stuttgart

 


 

Wie wirkt Himbeerblättertee?

Die Wirkung von Himbeerblättertee in Verbindung mit den Wirkungen auf die Geburt sind bisher leider noch wenig erforscht. Viele Hebamme schwören dennoch darauf und auch die Erfahrungsberichte von Frauen die ihn verwendet haben, klingen sehr vielversprechend.
Der Tee soll angeblich die Beckenbodenmuskulatur sowie den Muttermund und die Gebärmutter lockern. Außerdem kann er angeblich wehenfördernd wirken, weshalb der Tee ebenfalls erst ab der 36. Schwangerschaftswoche getrunken werden soll, manche Hebammen empfehlen sogar erst die 37. SSW.
Einige Studien haben gezeigt das Schwangere die den Himbeerblättertee zu sich nahmen, eine kürzere zweite Wehenphase und eine schnellere Geburt hatten.
Er soll außerdem krampflösend wirken, weshalb er von vielen Frauen auch gerne während der Menstruation getrunken wird.
Das der Tee zusätzlich reich an Vitamin C, Eisen und Kalzium ist, weist nur einen weiteren positiven Effekt auf die Schwangerschaft auf.
Die meist vorkommende Empfehlung zur Einnahme des Tees ist die folgende:
Ab der 37. Schwangerschaftswoche solltet Ihr sieben Tage lang, täglich 1 Tasse, des Himbeerblättertees trinken. Anschließend solltet Ihr eine Woche lang pausieren. In Schwangerschaftswoche 39. solltet Ihr dann wieder sieben Tage lang den Tee trinken, nun allerdings, täglich bis zu vier Tassen und anschließend wieder pausieren. Beachtet bitte das auch dieser Tee wie viele andere Sorten kein Genussmittel ist sondern überdosiert werden kann. Daher besprecht die Einnahme am besten nochmal mit Eurem Arzt oder Eurer Hebamme.

 

Ich werde den Tee auf alle Fälle trinken, auch wenn ich mich schon vorwahnen lassen habe das er nicht sonderlich gut schmecken soll. Ich möchte mir einfach nicht im Kreißsaal selbst vorhalten, was ich nicht alles für eine eventuell erleichterte Geburt noch hätte versuchen können, daher versuche ich mitzunehmen was geht.

 


 

Meine Kliniktasche habe ich auch noch nicht gepackt. Manche sind ja wirklich sehr früh damit schon dran und ich dann doch recht spät, ich habe mir diese Woche noch Stillpyjama und Stillshirts bestellt, die ich mit ins Krankenhaus nehmen werde, wenn die Sachen alle da sind, werde dann auch ich mal meine Tasche packen. 😉

So allmählich ist man auch in wirklich vielen Dingen eingeschränkt, Treppen steigen, bücken, Auto fahren, alles Dinge bei denen ich mich momentan nur noch quäle. Manche Dinge gehen garnicht mehr, bestimmte Bewegungen zb.

Die Tage hatte ich so starke Symphysenschmerzen das Schatz mir sogar den Slip anziehen musste weil ich die Beine nicht mehr soweit anziehen konnte 🙄 Es ist nervig, aber das sind Dinge die man auch mal belächeln kann.

Natürlich kommen jetzt auch so einige Dinge hinzu unter die man (Frau) natürlich auch leidet, die eine mehr, die andere weniger. Die Dehnungsstreifen zum Beispiel. Neben diversen Fettpölsterchen habe ich auch eine Menge Streifen bekommen. Das Wetter macht es einem zum Glück ja wirklich leicht, Wechselduschen durchzuführen. Auch eine Massagebürste habe ich in der Dusche und regelmäßige Zupfmassagen habe ich auch gemacht, aber verschont blieb ich leider nicht, dazu muss ich aber sagen, habe ich auch vorher schon zu Streifen geneigt. Wer weis, vielleicht haben die Duschen etc. ja doch geholfen und ohne sähe es noch schlimmer aus.

Teilweise machen die Streifen mir nix, aber je nach Gemütszustand leide ich doch sehr darunter und empfinde meinen Bauch dann einfach nicht als schön. Es fällt mir nicht leicht und klappt auch nicht wirklich immer, aber, wenn ich an den Punkt komme, nehme ich wieder bewusst wahr was da in mir passiert, wenn ich die kleine Maus dann auch noch fühlen kann, ist es noch leichter. Die Narben sind ja bloß ein Zeichen für das was mein Körper gerade wunderbares leistet, daher sollten sie einem nun wirklich nicht unangenehm sein, aber so ist das dann halt nunmal, der Kopf sagt einem das zwar aber der Spiegel löst dann halt oftmals doch was ganz anderes in uns aus. Aber eines kann ich sagen, für einen selbst ist es meist schlimmer als für andere, man ist immer viel kritischer mit sich selbst.

Ohnehin durchlaufe ich im Moment emotional ein absolutes Chaos. Mitte der Woche war ich einkaufen und habe noch Windeln und Pflegebedarf für die Prinzessin besorgt, während der Autofahrt fing ich ganz plötzlich ohne Vorwarnung doll an zu weinen, ich wusste weder warum noch wie lange es anhalten wird. Nachdem ich anhielt und 10 Minuten lang geweint habe, war es auch schon wieder rum. Kurz darauf, fingen wieder andere Gefühlsschwankungen an und ich musste ständig an meinen Freund und die kleine denken und wie glücklich die beiden mich machen, ich war total überflutet von Gefühlen, ich weis nicht ob Ihr es kennt, wenn Ihr für einen Menschen so viel empfindet das es teilweise wirklich weh tut, so doof das auch klingen mag.

Dann fangen plötzlich mittendrin andere Phasen an, in denen man Sehnsucht nach Menschen bekommt, vielleicht alte Freunde, Menschen die einem was bedeuten aber dies eventuell nicht auf gegenseitigkeit beruht, sie sich nicht melden und man seine Freude nicht mit ihnen teilen kann zum Beispiel. Oder ich leide immer öfter darunter das mein Daddy leider nicht mehr dieses kleine Wunder miterleben darf.

Also wie Ihr seht passiert nicht nur körperlich eine Menge während der Schwangerschaft, sondern auch gefühlsmäßig. Ich kann mir gut vorstellen das manche Beziehungen darunter sehr leiden. Mein Freund ist den ganzen Tag arbeiten daher können wir kaum aneinander ecken und er hat auch wirklich so verdammt viel Verständnis, aber bei Paaren die wirklich viel Zeit miteinander verbringen während dieser Zeit kann es sicherlich oft mal krachen. Aber auch das vergeht.

Die Hitze trägt ja auch einiges zur Reizung noch bei.

Morgen habe ich den Termin bei der Hebamme und werde Euch natürlich von der Akupunktur am Sonntag berichten. Außerdem habe ich am Freitag einen Termin im Krankenhaus zur Vorstellung dort und zur Untersuchung aufgrund der Risiko-Schwangerschaft. Dann sehe ich meine kleine Maus auch wieder und kann mit denen auch nochmal intensiv alles besprechen, auch meine Ängste. Als Säugling hat bei mir das Gehirn nicht richtig gearbeitet, sodass ich nicht richtig geatmet habe, teilweise habe ich vergessen einzuatmen und musste daher an Überwachungsmaschinen angeschlossen sein, wenn ich Atemaussetzer hatte musste meine Mama mich leicht erschrecken damit ich nach Luft schnappe. Die Angst ist natürlich groß das meine kleine Maus auch solche Probleme aufweisen könnte, weshalb ich natürlich ein Krankenhaus mit Babystation rausgesucht habe für die Entbindung. Aber es wird schon alles gut gehen. Ich bin schonmal beruhigt wenn die Ärzte vor Ort wissen worauf sie achten müssen nach dem Gespräch.

 

So das wars für heute von der Kugelfront meine Lieben.

Ein aktuelles Wochenfoto gibt es natürlich auch wieder für Euch.

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Außerdem freue ich mich natürlich über Eure Erfahrungen, hinterlasst mir dazu gerne ein Kommentar oder schreibt mir eine Email.

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