Schwanger trotz PCOS & Hashimoto – Meine Geschichte / Teil 11 / Schwangerschaftswoche 37

Hallo meine Lieben,

und schon wieder ist es Zeit für das nächste Kapitel, die Zeit rennt förmlich in letzter Zeit.

Diese Woche standen ja noch zwei Termine bei mir an, zum einen die geburtsvorbereitende Akupunktur und zum anderen der Termin im Krankenhaus, daher komme ich heute mit ein paar neuen Infos daher. Unsere Zeitplanung wird sich eventuell doch noch einmal verändern und vielleicht haben wir unsere kleine Prinzessin noch eher bei uns als wir dachten.

Heute gibts außerdem einige Informationen zum Thema medizinische Geburtseinleitung und Tipps zur natürlichen Einleitung.

Meine Geschichte mit den bisherigen Beiträgen könnt Ihr hier nachlesen.


 

Letzte Woche habe ich aufgrund des Termins beim Diabethologen ja leider meine erste geburtsvorbereitende Akupunktur bei meiner Hebamme verpasst. Diese Woche Montag war ich aber umso aufgeregter anwesend.

Akupunktur wegen den Wassereinlagerungen führt meine Hebamme bei mir ja schon eine Weile durch, allerdings kann ich Euch nach langem beobachten, nicht wirklich bestätigen das mir diese Unterstützung bringt.

Diesmal habe ich dann die geburtsvorbereitende Akupunktur zusätzlich bekommen, auf das Thema sind wir im letzten Kapitel schon intensiver eingegangen, „Was ist die geburtsvorbereitende Akupunktur & was bringt sie“?, könnt Ihr natürlich gerne nochmal hier nachlesen.

Mir wurden Nadeln in den Unterschenkeln gesetzt, zusätzlich zu denen für die Wassereinlagerungen, die zusätzlichen Nadeln an den Füßen werden allerdings erst ab der Schwangerschaftswoche 38 gesetzt.

Wie einige von Euch bestimmt schon gelesen haben, leide ich öfter unter Schmerzen aufgrund der Symphysenlockerung. In letzter Zeit hatte ich dies bezüglich nur noch wenig Probleme, seit der Akupunktur am Montag habe ich wieder verstärkt Schmerzen, ich bin mir nicht sicher ob diese eine Sitzung schon eine Lockerung des Beckenbodens bewirken konnte, aber dies würde erklären warum ich wieder Schmerzen der Symphyse habe. Ich werde dies am Montag aber nochmal mit meiner Hebamme besprechen.

Den Himbeerblättertee, ebenfalls im letzten Kapitel bereits besprochen, trinke ich auch schon fleißig seit dieser Woche. Ich war etwas skeptisch, weil einige mir mitteilten dieser würde fürchterlich schmecken, aber ich für meinen Teil finde ihn sehr lecker. Es ist halt ein Kräutertee und kein Früchtetee da es sich um die HimbeerBLÄTTER handelt und nicht um die Himbeeren selbst. Wer gerne Kräutertees trinkt so wie ich, wird hier sicher keine Probleme haben.

Ich hatte diese Woche schon das ein oder andere mal leichte Wehen, ob es nun Senk oder Übungswehen waren weis ich nicht, ich weis nur das sie ziemlich unangenehm sind, aber da muss ich nun wohl durch. 😉

 

Am Freitag war ich zur Geburtsplanung im Krankenhaus, aufgrund meines Diabetes und dem PCOS, habe ich von meinem Frauenarzt eine Überweisung ins Krankenhaus bekommen um mich dort vorzustellen und eventuelle Fragen zu klären. So liegt schon eine Akte vor und eventuelle Komplikationen sind bereits vorgemerkt.

Im Krankenhaus wurde auch nochmal ein Ultraschall gemacht, an sich sah alles gut aus und die Prinzessin wächst vorbildlich, allerdings hat die Ärztin eine grenzwertige Anzahl an Verkalkungen meines Mutterkuchens festgestellt.

Mein Frauenarzt hatte im Juni schon Verkalkungen gesehen und sagte das diese ein Reifezeichen sind, allerdings scheinen diese nun doch stark zugenommen zu haben. Die Ärztin möchte auf Nummer sicher gehen weshalb ich am 03.08.2015 erneut dort erscheinen soll, für einen weiteren Ultraschall, sollten die Verkalkungen mehr geworden sein, wird die Geburt vorzeitig eingeleitet. Es ist also möglich das die Prinzessin in etwas über einer Woche schon in unserem Leben ist. Übertragen darf ich im übrigen auch nicht, was bedeutet ich darf nicht über den festgelegten Entbindungstermin vom 17.08.2015 gehen, aufgrund der Risiko Schwangerschaft, spätestens dann würde eine Einleitung durchgeführt werden.

 


 

Was bedeutet es eine Geburt einzuleiten?

 

Eine möglichst normale Geburt wünschen sich die meisten von uns, ohne Medikamente, ohne Kaiserschnitt und ohne den restlichen Schnick Schnack. Doch manchmal lässt sich das ein oder andere einfach nicht vermeiden.

Gerade beim ersten Baby kann es schon einmal passieren, dass der Nachwuchs auf sich warten lässt. Bei 1-2 Tagen sieht man da halt drüber hinweg, lässt sich der Nachwuchs allerdings zu viel Zeit wäre dies ein Grund die Geburt einzuleiten, ebenfalls können andere Gründe dafür zuständig sein, dass der Arzt sagt es muss eingeleitet werden. Es könnte sein das etwas das Baby oder die Mutter gefährdet, wie zu hoher Blutdruck o.ä. und die Schwangerschaft aber schon so weit fortgeschritten ist, dass eine Einleitung die vernünftigere Variante wäre statt Medikamente. Genauso könnte es sein das bereits der Blasensprung stattgefunden hat aber keine Wehen eintreten. Es gibt eine Menge Gründe warum eine Geburt unter umständen eingeleitet werden muss.

An für sich klingt das für werdende Mamis, die an dem Punkt der Schwangerschaft angelangt sind wo es nur noch anstrengend ist, zunächst verlockend zu hören man könnte das Baby schon ein paar Tage früher holen, allerdings sollte man sich auch bewusst sein das eine medizinisch eingeleitete Geburt meistens schmerzhafter ist als eine natürliche Geburt, was daran liegt, dass Gebärmutter und Muttermund zur Geburt gezwungen werden, daher können die Wehen bei einer eingleiteten Geburt stärker und länger sein. Ebenfalls muss der Frau klar sein das eine Einleitung eventuelle Nebenwirkungen haben kann.

Außerdem bedeutet es nicht das nach Beginn der Einleitung sofort die Geburt los geht, auch die Einleitung kann dauern. In der Regel wird spätestens nach 48 eine Pause eingelegt um das Baby und die Mutter zu entlasten oder sogar ein Kaiserschnitt durchgeführt.

Ich stehe dem ganzen noch etwas skeptisch gegenüber, einerseits möchte ich natürlich nicht das die kleine durch irgendetwas gefährdet wird und freue mich sie in den Armen halten zu können, anderer Seits sind da eben die Nebenwirkungen, die verstärkten Schmerzen und die „unnatürliche“ Geburt. Letzten Endes werde ich es kaum beeinflussen können und muss mich auf die Ärzte im Krankenhaus verlassen.

Allerdings habe ich beschlossen noch einige Dinge für eine natürliche Einleitung auszuprobieren, es gibt Tipps wie man die Enleitung der Geburt anregen kann, diese funktionieren allerdings nur wenn der Körper auch schon bereit ist. (Siehe weiter unten)

Für die medizinische Einleitung gibt es verschiedene Methoden

Eipol-Lösung
Diese Methode wird meist Frauen angeboten die überfällig sind.
Die Lösung wird von Arzt oder Hebamme während einer Untersuchung durchgeführt, je nach Erreichbarkeit des Muttermundes kann diese Methode sehr unangenehm sein.
Bei dieser Methode wird die Membran um das Baby herum langsam abgelöst und kann sehr stimulierend auf die Wehen wirken. Es ist möglich aber das mehrere Anwendunen nötig sind.

Prostaglandin
Bei dieser Form der Einleitung, bekommt die Frau von Arzt oder Hebamme eine Tablette/Gel/Pessar mit Prostaglandin als Wirkstoff, in die Vagina eingeführt, was die Reifung des Muttermundes bewiken soll.
Bei Tabletten oder Gel ist, gegenüber zum Pessar welches seine Wirkung innrhalb vo 24 Stunden nach und nach abgibt, eine weitere Dosis nach etwa 6 Stunden eventuell nötig.
Diese ist die häufigste Methode einzuleiten. Aber auch diese Methode hat Nebenwirkungen, so kann es unter anderem in seltenen Fällen zu einer Überstimulierung/Hyperstimulierung der Gebärmutter kommen, welches zur Folge haben kann das die Sauerstoffversorgung des Babys stark reduziert wird. Aber auch weitere Nebenwirkungen und Folgen sind möglich.

Rizinus-Cocktail
Der Cocktail beinhaltet Alkohol, Rizinusöl und Saft, er sollte abführend wirken und die Gebärmutter zu Kontraktionen anregen, bei Zweit- oder Mehrgebährenden wirkt der Cocktail meist besser. Der Cocktail darf nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden.

Blasensprengung / Amniotomie
Diese Methode wird in der Regel nicht als alleinige Einleitung genutzt, es könnten aber Gründe auftreten warum diese Methode doch nötig ist.
Die Methode empfhielt sich dann, wenn der Muttermund reif und weich ist.
Der Arzt oder die Hebamme machen bei einer Untersuchung einen Einschnitt in die Membranen die um das Baby liegen. Es kann möglich sein das der gewünschte Erfolg ausbleibt, da das Infektionsrisiko nach einem Blasensprung sehr hoch ist, können andere Schritte notwendig werden.

Syntocinon
Sollten die bisherigen Einleitungsversuche ohne Erfolg gewesen sein, wird der Frau nun vermutlich ein Kaiserschnitt oder die Anwendung von Syntocinon angeboten. Es wird meist erst jetzt angeboten da die Anwendung einige Nachteile hat.
Syntocinon wird direkt durch die Venen, in die Blutbahn, als Tropfinfusion verabreicht. Bei Eintritt der Wehen wird die Dosis so angepasst, dass die Kontraktionen nicht zu stark werden und dennoch den Muttermund weiten.
Syntocinon hat einige Nebenwirkungen. Es kann zum einen das Baby durch eventuell sehr starke Wehen stressen, weshalb eine permanente elektronische Überwachung stattfindet. Außerdem können die durch Syntocinon ausgelösten Wehen, schmerzhafer sein. Und auch bei dieser Methode besteht die Gefahr einer Überstimulaton.

 

Tipps um die Geburt natürlich einzuleiten

Bewegung – Auch wenn Sie gerade am Ende der Schwangerschaft zur Qual werden kann, sie kann Wehen auslösen. Der Kopf des Kindes drückt auf den Gebärmutterhals und regt so das Hormon Oxytocin an, dies kann Wehen auslösen. Aber auch hier gilt – nicht übertreiben!

Beckenkreisen, Bauchtanz & auf allen Vieren krabbeln – Auch hier wird der Druck aufs Becken verstärkt weshalb wieder das Hormon Oxytocin ausgeschüttet wird. Außerdem kann das Kind durch die Bewegungen besser in die Startposition rutschen.

Ein Heißes Bad nehmen – Einige Frauen haben schon berichtet das ihnen ein heißes Bad geholfen hat die Geburt voran zu treiben, also ab in die Wanne und entspannen, die Wirkung kann auch etwas später eintreten.

Geschlechtsverkehr – Sex kann wehenfördernd sein, dabei ist es aber wichtig das die Frau sich entspannen und genießen kann, wenn man mit dem Kopf nicht bei der Sache ist oder gar Schmerzen hat, sollte man es gleich bleiben lassen. Es wirkt zweierlei, zum einen enthält Sperma das Hormon Prostaglanin welches sich positiv auf die Wehentätigkeit auswirken kann, zum anderen können die Kontraktionen beim weiblichen Orgasmus ebenfalls die Wehentätigkeit anregen.

Brustwarzen stimulieren – Auch die Stimulation der Brustwarzen kann Wehen auslösen, ob bei einer schönen Massage oder beim Sex, spielt dabei keine Rolle. Sie sollte etwa eine Minute Dauern und mehrmals wiederholt werden.

Akkupunktur oder Reflexzonenmassage – Sie können hilfreich sein, dies bieten viele Hebammen oder die Krankenhäuser an.

Homöopathie – Auch diese Methode kann helfen die Geburt in Gang zu bringen, experimentiert aber nicht selbst herum sondern sucht Euch einen erfahrenen Homöopathen oder eine Hebamme mit den entsprechenden Qualifikationen.

Uterus Öl – Der Bauch wird im Uhrzeigersinn damit massiert.

Bestimmte Lebensmittel können wehenfördernd sein:

  • Scharfes essen
  • Zimt
  • Eisenkraut (Wird als Te getrunken)
  • Ingwer
  • Nelken
  • Chinnin (Enthalten in Tonic Drinks und Bitterlemon)
  • Curry
  • Majoran
  • Thymian
  • Koriander

Hingegen vielen Behauptungen solltet Ihr AUFKEINENFALL ohne ärztliche Absprache, abführen! Es entzieht zum einen dem Körper Wasser und kann zum anderen zu zusätzlichem Stress und Schmerzen führen.

 

Nun ich werde mich dann wohl die nächste Zeit ganz lecker von meinem Männlein bekochen lassen müssen 😉

Ein wenig mehr Bewegung kann sicherlich nicht schaden und ich wollte ohnehin gerne, wenn sich die Zeit noch findet, nochmal ins Freibad, bevor die Chance ja bald vertan ist. Am Montag holen wir dann auch endlich den Kinderwagen aus dem Laden ab. Ich werde Euch den Kinderwagen kommenden Sonntag dann noch vorstellen.

Der Kinderwagen kommt zwar aufgrund der vielen Treppenstufen (3 1/2 Stockwerke) zu meiner Mutter in die Wohnung (EG) aber an für sich hätte ich auch nichts dagegen wenn er hier wäre, ich habe aber schon oft davon gehört das einige es aufgrund eines Aberglaubens nicht tun. Wie schauts bei Euch aus?

 

So meine Lieben das wars für diese Woche wieder, aber es gibt natürlich wieder das aktuelle Wampenbild 😉

2015-07-23 14.35.14

 

Ihr wollt meinen ganzen Weg begleiten? Ab sofort erscheint jeden Sonntag ein neuer Beitrag!

Abonniert mich doch gleich um keinen Beitrag mehr zu verpassen, dazu einfach oben rechts in der Sidebar die gewünschte Option wählen!

Außerdem freue ich mich natürlich über Eure Erfahrungen, hinterlasst mir dazu gerne ein Kommentar oder schreibt mir eine Email.

Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Schwanger trotz PCOS & Hashimoto – Meine Geschichte / Teil 13 / Schwangerschaftswoche 39 / Einleitung & Kaiserschnitt | Monas-Testlabor

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


*