Schwanger trotz PCOS & Hashimoto – Meine Geschichte / Teil 12 / Schwangerschaftswoche 38

Hallo meine Lieben,

langsam heißt es Entspurt.

Auch die letzte Woche ging ziemlich schnell vorbei, ich kann also nicht bestätigen das sich die letzten Wochen wie Gummi ziehen würden.

Seit letztem Sonntag spielt nun auch der Blutdruck verrückt, weshalb wir schon am Mittwoch das Krankenhaus aufgesucht hatten, nun bin ich seit dieser Woche zur „Bettruhe“ verdonnert worden.

Wenigstens eine Hebamme fürs Wochenbett konnte ich dann doch auf die Schnelle auch noch auftun. Aber Ihr wisst ja, bei mir geht immer alles auf den letzten Drücker, genauso wie der Babybauch-Gipsabdruck den ich schon vor einiger Zeit erledigt haben wollte, aber nun ist auch er fertig.

Meine Geschichte mit den bisherigen Beiträgen könnt Ihr hier nachlesen.


 

Letzten Sonntag kam ich nur sehr schwer aus dem Bett heraus, mir war ziemlich schwindlig, weshalb ich dann auch wieder ins Bett zurück ging. Allerdings hat dieser Zustand den halben Tag angedauert, weshalb ich dann gegen Mittag mal meinen Blutdruck kontrolliert hatte. Nach dem messen war dann schnell klar wo der Schwindel her kam. Mein oberer Blutdruckwert sollte laut Arzt und Hebamme nicht über 140 steigen, zum einen wegen meinem Diabetes und zum anderen aufgrund der Risiko SS, leider war mein Blutdruck da schon an die 160.

Ich habe also die Füße hochgelegt, essen liefern lassen und habe dann am Montag Morgen mit meiner Hebamme darüber gesprochen, auch bei Ihr lag mein Blutdruck dann bei 156, sie sagte mir dann das ich nun wieder 6x täglich messen soll und wenn der Blutdruck nicht runter geht oder gar höher wird, soll ich ins Krankenhaus fahren.

Am Mittwoch war der Blutdruck dann immer noch hoch und ich hatte mir die letzten Tage schon den Kopf zerbrochen, ich war total unruhig und hatte angst das zum Ende hin doch noch was mit der kleinen Maus ist. Wir sind also am Mittwoch Abend ins Krankenhaus gefahren, nachdem wir dann 4 mal von A nach B geschickt wurden und dann endlich im Kreißsaal landeten, gab ich der Hebamme dort dann meine notierten Werte. Ich muss sagen ich bin etwas enttäuscht von dem Krankenhaus bzw. der Belegschaft. Sie schaute sich zunächst nur den letzten Wert an und sagte „Na die Werte sind doch prima“, als ich sie dann darauf hin wies das die 20 Werte davor aber alles andere als prima waren, schaute sie sich diese dann auch noch einmal kurz an.

Ich hatte mir etwas mehr Verständnis erhofft, eventuell setzt man sich erstmal mit der Patentin hin und nimmt ihr die Angst, denn ich war sichtbar nervös, stattdessen sagte sie mir nur : „Nun die Werte sind nicht so gravierend, wenn nicht noch Symptome wie Kopfschmerzen oder Augenflimmern hinzukommen, sie können hier bleiben aber sie müssen mit Wartezeiten bis zu 3 Stunden rechnen. Und da wir die letze Stunde 7 Aufnahmen hatten, kann ich Ihnen nur noch ein Zimmer ohne Bad geben, ob Sie lieber wieder Nachhause fahren müsse sie entscheiden!“

Ich war erstmal sprachlos, kam mir nicht ganz ernstgenommen vor und habe mich dann auch entschieden wieder Nachhause zu fahren.

Nun heißt es eben „Bettruhe“, viel trinken, regelmäßig messen und bei weiteren Symptomen sofort ins Krankenhaus. Bisher geht es mir aber ganz gut, klar merke ich hin und wieder den hohen Butdruck und ich schlafe auch Nachts so gut wie nicht mehr, zum einen weil mir trotz RENNIE immer wieder die Magensäure hoch läuft, daher ist auf der rechten Seite schlafen schon ganz umöglich geworden und zum anderen ist mein Retless-Legs-Syndrom durch die Schwangerschaft wie bei vielen, schlimmer geworden.

Aber bedenkliche Symptome hab ich keine und im Urin ist auch kein Eiweiß. Dennoch muss ich gestehen, bin ich sehr nervös, die Angst ist dennoch da. Ich habe Morgen ja noch den 2. Untersuchungstermin im Krankenhaus wegen den Verkalkungen meiner Plazenta und dort werde ich dann auch nochmal mit der Ärztin über meinen Blutdruck sprechen, da sie ja ohnehin über eine Einleitung nachdenkt werde ich sie vermutlich auch darum bitten. Ich hatte mir lange Gedanken darüber gemacht, die eventuellen Nebenwirkungen, die stärkeren Schmerzen, das frühere geboren werden, aber letztendlich habe ich einfach keine Ruhe durch den Blutruck.

Ich werde Euch natürlich auf dem laufenden halten.

Nun, die wehenanregenden Spaziergänge die ich gerne tätigen wollte, konnte ich aufgrund der Bettruhe leider noch nicht machen und auch mit dem Kinderwagen ins Freie um Fotos zu machen war leider noch nicht drin. Ein paar Kleinigkeiten sind auch in der Wohnung noch liegen geblieben aber Gott sei Dank wirklich nur noch Kleinigkeiten und der Nestbau an sich ist endlich abgeschlossen.

Die Kliniktasch ist natürlich auch endlich gepackt und wartet auf den Abmarsch.

Ich habe die Tage auf der Couch dann auch genutzt um Schnullerketten und einen Greifling für unsere Prinzessin zu machen, ich hatte überlegt welche zu kaufen aber dann habe ich mich doch entschieden das Material online zu bestellen und die Ketten selbst zu machen. Es ist wirklich einfach und auch für zwei linke Hände wie meine geeignet. 😀

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Bei Schnulerkette 1 habe ich die Motivperle (Baby 2015) verkehrt herum dran, habe ich aber noch korrigiert, und bei Schnullerkette 2 kommt natürlich noch ein farblich passender Silikonring dran. Das war alles eine ganz schöne Fummelei, aber es hat Spaß gemacht.

Ich denke, ich werde bei Gelegenheit auch noch eine Kinderwagenkette basteln, die sind dann aber doch was komplizierter. 😆

 

Am Freitag haben Schatz und ich dann auch noch auf die Schnelle einen Babybauch Gipsabdruck
gemacht. Ich hatte mir neulich bei Lidl ein Set gekauft und nachdem ich am Mittwoch beim Krankenhausbesuch ja nun nicht wusste ob ich dort bleiben muss, hatte ich schon angst keinen Abdruck mehr machen zu können. Nun ist er aber geglückt. Er muss jetzt nur noch bearbeitet werden, wenn er fertig ist werde ich ihn Euch auch gerne vorstellen hier, dies kann in der momentanen Situation aber noch etwas dauern, ob ich daraus nun eine Lampe mache oder ihn als reine Deko benutze weis ich noch nicht sicher. Ich kann Euch aber raten genügend Vaseline zu benutzen 😆  Ich hatte mich schon ordentlich eingeschmiert und mein Männlein meinte schon das es übertrieben sei, aber dennoch hatte ich Probleme den Gips nachher schmerzfrei abzubekommen, zumal man mit dem Gips meist auch noch an Stellen kommt die man garnicht mitbedacht hatte. Ein Körperpeeling für die Dusche danach kann ich Euch auch empfehlen, denn die Vaseline hält sich doch recht hartnäckig.

 

Beim Gespräch mit einer Freundin am Freitag, fiel mir dann auch noch ein, dass ich noch garkeine Hebamme für die Wochenbettbetreuung habe, meine Hebamme hat leider schon alle Termine voll und kommt auch nicht aus der Nähe, die ist lediglich Montags in der Praxis meines Frauenarztes. Sie hatte zwar angeboten uns 2 Mal zu besuchen und das ich weiter Montags kommen kann, falls sich niemand mehr findet, aber das ist ja auch nicht das Optimale. Ich habe also am Freitag noch schnell im Internet nach einer Hebamme gesucht, ich finde es ist immer super wichtig, egal ob Hebamme oder Arzt oder Friseur etc. das man ein sympathisches Auftreten auch im Internet hat, dazu gehört für mich eine eigene Website mit Infos über die Person und im besten Fall ein Foto. Ich habe dann auch auf Anhieb eine Hebamme aus der Nähe gefunden die mir zumindest vom Foto sehr sympathisch scheint. Ich habe dort auch gleich angerufen und eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Gestern hat sie mich dann auch zurückgerufen mit der freudigen Nachricht das sie mich trotz der Kurzfristigkeit noch aufnehmen würde. Sie kommt am Dienstag zu uns damit wir uns erst einmal kennenlernen können. Aber auch am Telefon macht sie einen sehr sympathischen Eindruck, ich bin also guter Dinge und auch um einiges erleichtert jetzt zu wissen, jemanden zu haben, der nach der Entbindung da ist.

 

Ansonsten kommt so langsam natürlich auch das Lampenfieber vor der Entbindung. Ich habe wahnsinnige Angst vor den Schmerzen und eventuellen Komplikationen, versuche zwar mich damit nicht verrückt zu machen aber die Gedanken kommen automatisch und die Träume sowieso. Ich bin also einerseits total aufgeregt und habe angst, andererseits bin ich auch froh wenn ich das schlimmste hinter mir habe und meinen kleinen Sonnenschein endlich betrachten kann, wenn ich endlich ihre kleinen Speckfüßchen küssen kann, sie meine Finger umklammern lassen kann und die Ähnlichkeiten zu ihrem Papa entdecken darf. Gott ich freue mich so sehr dieses kleine Wunder endlich zu sehen und kann es kaum abwarten, es ist ja schon wie ein kleines Blind-Date, nur das man hier schon jetzt dieses kleine Wesen so unendlich liebt.

Ich muss zugeben sie hat mich auch jetzt schon so verändert. Dinge an denen ich nie Interesse hatte, sind mir plötzlich von Bedeutung. Ich stehe zu vielen Dingen anders und sehe sie mit anderen Augen. Mein Nervenkostüm hat sich von grundauf verändert und ich habe das Gefühl teilweise eine völlig andere Person geworden zu sein. Und ich bin mir sicher, wenn sie erst einmal da ist, wird sie noch so viel mehr verändern.

Ich hatte immer angst das mich ein Kind verändern würde, dass ich plötzlich die Rolle der „langweiligen Hausfrau und Mutter“ einnehme und so vieles auf der Strecke bleibt, aber ich weis nicht warum ich diese Angst hatte. Ja auch jetzt schon, habe ich mich verändert, aber es fehlt mir nichts. Es ist nicht so wie ich dachte, dass ich so vieles vermissen werde, ganz und garnicht. Ich freue mich auf die neue Herausforderung und trauere in keinster Weise irgendetwas hinterher wie ich es befürchtet hatte, denn nicht nur mein Leben sondern auch meine Wünsche und Einstellungen haben sich verändert. Und im Moment gibt es für mich keine größere Priorität wie meine Prinzessin.

Mit diesen Worten verabschiede ich mich für diese Woche auch schon wieder.

Ihr bekommt natürlich noch das aktuelle Babybauchfoto.

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Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Ich mag immer deine wöchentlichen Einträge 🙂 Ich wünsche dir auf jeden Fall alles gute und viel Glück und hoffe, dass du uns auch nach der Geburt auf dem Laufenden hältst!

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