Schwanger trotz PCOS (Polyzystisches Ovar-Syndrom) & Hashimoto – Meine Geschichte. Kapitel 1/ Diagnose PCOS

 

Hallo meine Lieben,

Einige von Euch haben unseren Kinderwunsch und die ganze damit verbundene Hibbelei unteranderem schon bei Facebook verfolgt. Darunter auch einige die selbst die Diagnose PCOS oder Hashimoto erhalten haben in Verbindung mit einem unerfüllten Kinderwunsch.

Ich habe ein paar Anfragen erhalten wie die Schwangerschaft trotz PCOS und Hashimoto möglich ist bzw. bei mir möglich geworden ist.

Daher habe ich mich entschieden auf meinem Blog einen kleinen Bereich einzurichten auf dem ich Euch meine Geschichte ab dem Tag der Diagnosen erzähle, um Betroffenen oder Angehörigen von Betroffenen, Mut zu machen und Ihnen zur Seite zu stehen.

Vom Anfang meines Kinderwunsches, über die Diagnosen PCOS & Hashimoto bis hin zu meiner derzeitigen Schwangerschaft und darüber hinaus, könnt Ihr nun meinen Weg begleiten.

Ich werde diese Geschichte in mehrere Kapitel verpacken, die ab sofort Kapitel für Kapitel, jeden Sonntag hier erscheinen!


 

Kapitel 1

Die Diagnose PCOS und was ist PCOS überhaupt?

 

Im Jahr 2011 ging mein bisheriger Frauenarzt in den Ruhestand. Ich musste mir also einen neuen suchen.

Dies war nötig da ich schon seit meinem 14. Lebensjahr, immer wieder Probleme mit meiner Periode hatte, entweder war sie zu lange da oder sie kam erst gar nicht, abgesehen von den ziemlich heftigen Schmerzen die ich während der Periode hatte.

Außerdem hatte ich schon sehr früh einen starken Kinderwunsch, welcher sich mit meinem 21. Lebensjahr (2011) immer mehr verstärkte. Ich war nun schon 4 Jahre mit meinem Partner zusammen und wir haben schon eine gefühlte Ewigkeit unverhüteten Geschlechtsverkehr, doch bisher immer ohne Ergebnis.

Ich bekam von meiner Schwägerin Ihren behandelnden Frauenarzt, welcher sich glücklicherweise gerade 500 Meter von meiner Wohnung entfernt befindet, empfohlen und suchte diesen auf.

Ich erzählte ihm natürlich von den bisherigen Problemen mit der Periode, den starken Schmerzen die damit einher gingen und davon, dass mein bisheriger Frauenarzt mir mit 14 Jahren irgendwann mal lapidar sagte, dass ich Probleme habe später Schwanger zu werden. Darüber hatte ich mir nie große Gedanken gemacht in dem Alter und daher nie näher nachgefragt.

Er machte einige Untersuchungen, Bluttests, Ultraschall etc., ziemlich schnell bekam ich die Diagnose PCOS gestellt und damit kamen natürlich viele Fragen auf. Was ist PCOS überhaupt und ist es was schlimmes? Er erklärte mir was es damit auf sich hat und das ich durch das PCOS, eine Menge Zysten in meinen Eierstöcken habe.

Was ist PCOS genau?

Das Polyzystische Ovar-Syndrom (engl.: Polycystic ovary syndrome; kurz: PCO-Syndrom, PCOS), eigentlich Syndrom polyzystischer Ovarien ist eine der häufigsten Stoffwechselstörungen geschlechtsreifer Frauen, ausgelöst durch unterschiedliche pathogenetische Mechanismen. Das PCOS ist die häufigste Ursache für erhöhte Androgenspiegel (Hyperandrogenismus), Zyklusstörungen und Unfruchtbarkeit bei Frauen. Die ältere Bezeichnung Stein-Leventhal-Syndrom ist auch heute noch in Gebrauch. Andere mögliche Bezeichnungen sind chronische hyperandrogenämische Anovulation (CHA) oder Polycystic Ovarian Disease (PCOD).

Vorkommen:

Das PCO-Syndrom betrifft geschätzt vier bis zwölf Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter in Europa. Damit ist es die häufigste hormonelle Störung bei Frauen dieser Altersgruppe, zudem um die häufigste Ursache für eine Unfruchtbarkeit aufgrund von Zyklusstörungen. Übergewichtige Frauen scheinen deutlich häufiger betroffen zu sein.[1] Mit der ansteigenden Prävalenz der Adipositas wird deshalb auch mit einer weiteren Verbreitung des Krankheitsbilds gerechnet.[2]Aber auch schlanke Frauen mit einem normalen BMI sind zu ca. 5 % davon betroffen und weisen keine Insulinresistenz auf. Zudem ist das PCO häufig mit Schilddrüsenerkrankungen vergesellschaftet.

Quelle: Wikipedia

Weitere Informationen: http://de.wikipedia.org/wiki/Polyzystisches_Ovar-Syndrom

Er machte mich auch darauf aufmerksam das i.d.R. gar kein bzw. kein regelmäßiger Eisprung stattfindet, welcher aber ja nun für eine Schwangerschaft unerlässlich ist.

Ich habe mich natürlich ausführlich informiert über das PCOS, mich in diversen Gruppen und Foren angemeldet und mich mit anderen Betroffenen ausgetauscht. Dies kann ich im übrigen jedem empfehlen mit dieser Diagnose, es hilft ungemein sich austauschen zu können und es sind viel mehr Frauen betroffen als man zunächst glaubt.

Nun verstand ich auch die Probleme mit der vermehrten Behaarung, der Akne und dem Übergewicht, denn diese bringt ein PCOS neben möglichen weiteren Symptomen leider oftmals mit sich.

Der Frauenarzt überwies mich in eine Kinderwunschklinik in der ich mich vorstellen sollte.

Dies habe ich auch getan. Dort bekam ich das PCOS nochmals bestätigt. Der Arzt erklärte mir dass er mir gerne eine Pille verschreiben würde um den Zyklus zu stabilisieren, da ich aber ein erhöhtes Risiko einer Blutgerinnungsstörung habe und Raucherin bin/war, könne er dieses Risiko nicht eingehen.

Seine letzten Worte an mich waren: “ Frau Klein, wenn Sie aufgehört haben zu rauchen und mindestens 3 Monate rauchfrei sind, dann melden Sie sich bei mir und wir werden eine Therapie beginnen“.

Nun, ich weis nicht ob unter Euch Raucher/innen sind und ob Euch vielleicht bekannt ist, wie sehr man an dem Glimmstängel hängen kann, für mich war es schwer. Der Gedanke machte mich nervös und ich beschloss mir „einfache“ Wege zu suchen, wie Hypnose oder Mesotherapie um mit dem Rauchen aufzuhören.

Wie man es kennt verschieben sich solche Termine immer wieder. „Man hat ja schließlich noch gar keine Zeit gehabt um mit dem Rauchen aufzuhören“. Oder man hat gerade einfach zu viel Stress. Genaugenommen wird es den „richtigen“ Zeitpunkt nie geben, oder besser noch, es ist immer der richtige Zeitpunkt!

Meine damalige beste Freundin war zu diesem Zeitpunkt schwanger, die Tatsache machte es natürlich nicht unbedingt einfacher damit zurecht zu kommen. Aber hey, ich hörte ja immer wieder, „du bist noch so jung, lass es einfach auf dich zukommen.“

Diese ganzen Sprüche waren fürchterlich und ich hatte sie schnell satt.

Kein Mensch mit wirklich starkem Kinderwunsch würde dir so etwas sagen. Natürlich bin ich jung und habe Zeit aber wenn die innere Uhr tickt, dann tickt sie eben.

Es hat sich irgendwie relativ schnell zerschlagen, mein Freund war noch nicht bereit für ein Kind wie sich nach einem ausführlichem Gespräch herausstellte. Es war eine schwere Zeit für mich ich habe viel geweint und fühlte mich unvollständig, sah mich immer weniger als Frau an, als hätte ich versagt.

Und umso schöner war der Moment als er mir letztes Jahr mitteilte, dass er bereit wäre. Mehr oder weniger, wann ist schon der richtige Zeitpunkt für ein Kind !?! 😉

Ich beschloss natürlich gleich das Rauchen aufzugeben, einfacher gesagt als getan.

Ich versuchte Hypnose und Mesotherapie, alles ohne Erfolg. Dann bestellte ich mir das Buch „Endlich Nichtraucher von Allen Carr„, es hat geholfen. Ich hörte auf zu rauchen!

Wir suchten also letztes Jahr gemeinsam und regelmäßig die Kinderwunschklinik auf. Doch mit dem was uns dort erwartet hat, damit hatten wir nun beide nicht gerechnet.
 
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 Außerdem freue ich mich natürlich über Eure Erfahrungen, hinterlasst mir dazu gerne ein Kommentar oder schreibt mir eine Email.

Kommentare (3) Schreibe einen Kommentar

  1. Ich stand vor 4 Jahren ebenfalls vor der „Wenn, dann…“-Entscheidung in Punkto rauchen.
    Allerdings auch anderen, schwerwiegend-gesundheitliche Gründen.
    Ich hing sehr an dem Glimmstängel, wie du es umschreibst, aber „Wenn“ ich gesund bleiben wollte , „dann“ musste ich aufhören. Ich habe mich also für „Leben“ entschieden.
    Binnen 5 Tagen war für mich Schluß.
    Bis heute kein Stengel mehr.
    Vielleicht hab ich mich selbst hypnotosiert *lachweg*

    Bin gespannt auf die Storie aus der KiWuKli – Schönen SO, bi ba 😀

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    • Monas-Testlabor

      Hallo Tanja,
      es freut mich das du diese Entscheidung für dich getroffen hast und es durchgezogen hast. Es bereichert einem doch ganz schön das Leben.
      Liebe Grüße
      Mona

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